Finanzielle Repression

CalBaer, Montag, 22.05.2017, 18:45 (vor 2583 Tagen) @ Sylvia7628 Views

Als Beispiel zwei Kommentare:

[1] "Belohnt wird, wer investiert, bestraft wird, wer anderen nur Geld
leiht. Eine faire Sache."

Und:

[2] "Ich persönlich habe Aktien und freue mich über die kurstreibende
Geldschwemme. Zahlreiche Deutsche haben Konsumentenkredite und
Baufinanzierungen laufen, die aktuell so billig verzinst werden, wie noch
nie in der Geschichte unseres Landes."

Gesamtwirtschaftlich muessen immer welche sparen (denn "for every buyer there is a seller", US-amerikan. Binsenweisheit), Aktien aendern an den verlorenen 344 Mrd Euro also nichts.

Ausserdem, wer will schon mit 65 alles in Aktien stecken, denn in dem Alter weiss man nicht, ob man den naechsten Crash noch aussitzen kann.

Investieren unterscheidet sich vom Sparen nur von den Parametern und Konditionen (Ertraege, Risiken, Laufzeiten), seine Ueberschuesse zu erhalten und zu mehren, aber prinzipiell ist es das Gleiche.

Was denkt Ihr: Erleb(t)en wir tatsächlich einen Paradigmenwechsel, hin zu
permanenten Nullzinsen?

Ohne Reduktion der hohen Gesamtverschuldung koennen auch keine Nullzinsen verschwinden. Das ginge aber nur durch ein Wunder oder einen totalen Kollaps mit Neuanfang.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
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