Analyse der Studie

DerSuchende, Samstag, 20.05.2017, 16:37 (vor 2582 Tagen) @ Andudu4026 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 20.05.2017, 17:15

Mich hat die Studie interessiert, weshalb ich sie für mich einmal analysiert habe.

Alle Zitate in Kursiv stammen aus dieser Studie!
http://www.cmsri.org/wp-content/uploads/2017/05/MawsonStudyHealthOutcomes5.8.2017.pdf

“Pilot comparative study on the health of vaccinated and unvaccinated 6- to 12-year-old U.S. children”

Die als Pilot gekennzeichnete Studie ist nicht auf die allgemeine Bevölkerung übertragbar.

Zum Abstract:

“This study aimed 1) to compare vaccinated and unvaccinated children on a broad range of health outcomes, and 2) to determine whether an association found between vaccination and neurodevelopmental disorders (NDD), if any, remained significant after adjustment for other measured factors.”

Die Studie hatte zum Ziel, geimpfte und nicht geimpfte Kinder im Schulalter von 6-12 Jahren zu vergleichen und um einen Zusammenhang zwischen Impfungen und funktionellen Neuralenentwicklungsstörungen zu untersuchen, falls eine der untersuchten Eigenschaften nach der Auswertung signifikant erhöht wäre.

Als Studiendesign wurde eine» A cross-sectional study» gewählt. Dies bedeutet eine Datenerhebung von einer Gruppe zu einem definierten Zeitpunkt mit deren statistischen Auswertung.

“Mothers were asked to complete an anonymous online questionnaire on their 6- to 12-year-old biological children with respect to pregnancy-related factors, birth history, vaccinations, physician-diagnosed illnesses, medications used, and health services. NDD, a derived diagnostic measure, was defined as having one or more of the following three closely-related diagnoses: a learning disability, Attention Deficient Hyperactivity Disorder, and Autism Spectrum Disorder. A convenience sample of 666 children was obtained, of which 261 (39%) were unvaccinated”

Mütter sollten einen anonymisierten Fragebogen über ihre 6 – 12 Jahre alten eigenen Kinder ausfüllen. Im Fragebogen wurde die Schwangerschaft abgefragt, wie die Geburt abgelaufen ist, Impfungen, ärztlich diagnostizierte Erkrankungen, eingenommene Medikamente und in Anspruch genommene medizinische Hilfe. Funktionelle neurologische Entwicklungsstörungen wurden positiv gewertet, wenn eine oder mehr der folgenden Krankheiten in der Untersuchten Gruppe auftrat: eine Lerneinschränkung, ADHS oder Autismus. Eine Stichprobe von 666 Kindern wurde erhoben, von den 261 nicht geimpft und 405 Kinder n̶i̶c̶h̶t̶ (korrigiert vom Moderator) geimpft wurden.

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem verlinkten Artikel hervorgehoben, worauf ich jetzt nicht noch nicht eingehen möchte. Aber der letzte Satz des Abstract ist noch wichtig: "Further research involving larger, independent samples and stronger research designs is needed to verify and understand these unexpected findings in order to optimize the impact of vaccines on children’s health."

Die Studie zeigt lediglich einen Unterschied zwischen zwei Untersuchtgen Gruppen auf, da ja zwei verschiedene Merkmale (geimpft oder nicht geimpft) untersucht werden. Weiter wird darauf hingewiesen, dass weitere Forschung notwendig ist.

Methode:

"As contact information on homeschool families was unavailable, there was no defined population or sampling frame from which a randomized study could be carried out, and from which response rates could be determined."

Es konnte keine randomisierte Studie durchgeführt werden, obwohl dies in der Medizin der Standart ist um eine Hypothese zu beantworten. Weiter: “However, the object of our pilot study was
not to obtain a representative sample of homeschool children but a convenience sample of unvaccinated children of sufficient size to test for significant differences in outcomes between the groups.”
Diese Feststellung schwächt die Studie, den es werden nur Kinder untersucht, die zu Hause unterrichtet werden, womit eine Übertragbarkeit letztendlich nur auf dieselbe Gruppe möglich ist.
Besser wäre es natürlich gewesen, wenn beide Gruppen ungefähr die gleiche Anzahl an Teilnehmern gehabt hätten.

Die teilnehmenden Mütter wurden per E-Mail angeschrieben:

“Dear Parent, This study concerns a major current health question: namely, whether vaccination is linked in any way to children's long-term health. Vaccination is one of the greatest discoveries in medicine, yet little is known about its long-term impact. The objective of this study is to evaluate the effects of vaccination by comparing vaccinated and unvaccinated children in terms of a number of major health outcomes ...”

Dies ist für mich ein Störfaktor, denn wenn ich mich in die Mutter hineinversetze, die für ihr Kind die Entscheidung trifft es nicht zu impfen, kommt es dazu, dass die Mutter durch ihre Entscheidung natürlich an einem positiven Ausgang der Studie interessiert ist. Sie ist vorbeeinflusst und wird den Fragebogen eventuell nicht wahrheitsgemäß beantworten und ein paar Erkrankungen nicht erwähnen.

Es werden im Fragebogen nur Ja-, und Nein-Fragen gestellt, um eine hohe Rücklaufquote zu erzielen. Der Fragebogen wird vor dem PC beantwortet, womit nicht sichergestellt werden kann, dass wirklich die betreffende Person selbst die Antworten ausfüllt. Was ebenfalls für die betreffende Person schwierig ist, ist die Geburtssituation zu beurteilen, weil dies 6 – 12 Jahre her sein kann, auch könnte sie nicht mehr genau wissen, wie die Schwangerschaft abgelaufen ist. Was später in der Statistik ein Problem darstellt, welches die Autoren zugeben, denn sie haben nicht alle Datensätze vollständig zurückerhalten. Ich habe zumindest in meinem Studium gelernt, dass inkomplette Datensätze nicht mehr weiterverwendet werden dürfen.

Diskussion:

Ich finde es sehr interessant, dass die geimpfte Gruppe allgemein in höheres Risiko hat an einer Allergie oder anderen Krankheiten zu erkranken. Ich frage mich, ob der Unterschied zwischen den Gruppen nicht doch zu hoch ist, aus den oben genannten Gründen. Ich möchte die Ergebnisse der Studie nicht mindern, da es immer ein immenser Aufwand ist eine so hohe Fallzahl zu bearbeiten. Was wir definitiv nicht beantworten können, ist die Frage: wie das Ergebnis aussähe, wenn es keine Impfungen gäbe? Natürlich können Fehlreaktionen bei Impfungen auftreten und besonders bei Kindern reagieren wir emotional und versuchen die Schuld zu finden. Von daher sehe ich die Studie als Gegenbewegung zu den Impfbefürwortern und der Pharmaindustrie an. Aus meinem Umfeld kenne ich Kinder, die nicht geimpft sind und Allergien haben, wie es genauso umgekehrt der Fall ist. Von daher sollte man als Elternteil den Nutzen einer Impfung abwägen und nach eigener Recherche Rücksprache mit dem Kinderarzt nehmen. Denn wenn das Kind doch Kinderlähmung bekommen sollte, heißt es am Schluss wahrscheinlich doch: Hätte ich mein Kind lieber geimpft!

Viele Grüße ins Forum

DerSuchende

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