Sehe ich nicht so...

Andudu, Mittwoch, 15.03.2017, 15:43 (vor 2623 Tagen) @ Mephistopheles2151 Views

Der Artikel könnte recht haben, dass es sich hier tatsächlich um die
Zukunft der Arbeit handelt (und bei den Flohmärkten um die Zukunft des
Handels).

...falls es jemals zu einem großen Crash kommt, wird wohl eine Respezialisierung in vorindustrielle Zeiten stattfinden (Krämer, Schmied etc.).

Du gehst wahrscheinlich eher von einer weiteren Automatisierung aus. Da würde ich mir aktuell aber keine großen Sorgen machen, die Ängste gibt es seit den Maschinenstürmern. So lange genug Geld kursiert, wird es immer ausreichend Arbeit für Menschen geben. An die gefühllose und funktionelle Universal-KI glaube ich nicht, bzw. sehe sie noch längst nicht.

Auch in den diversen Vorsorgefora finde ich nichts dazu.

Meines Wissens wird das Tausch-, Selbstbau-, urban gardening Zeug seit Jahren hochgekocht. Ebenso wie die Sharing Economy. Sonderlich viel dran ist nicht.

Schlecht ist das nur für die Staatsabzocke, denn weder freie Arbeit noch
Flohmärkte noch urban gardening (dazu zähle ich auch die Unzahl von
Schrebergärten) lassen sich so richtig mit Steuern und Abgaben belegen.

Muss man gar nicht. Es macht nur eine Minderheit und die überwiegend als Hobby.


Offene Werkstätten sind in und rund um viele Städte eine häufige
Arbeitsform.

Das kann man nur beantworten, wenn man die Beschäftigtenzahl kennt.

Zum Vergleich, Berlin hat 134 solche Werkstätten, aber allein über 190 gewerblich betriebene Sonnenstudios (und wie viele gehen da hin, bzw. sind dort beschäftigt?).

Ach so, die Überschrift: Das was hier gezahlt wird, das ist der
tatsächliche Wert der Arbeit, und das, was auf Flohmärkten gezahlt wird,
das ist der tatsächliche Wert der Ware.

Es gibt keinen "tatsächlichen Wert". Es gibt immer nur den Wert, den ein bestimmter Käufer für eine bestimmte Ware/Dienstleistung zu einem bestimmten Zeitpunkt zahlen kann und will.

Die Leute die dort werkeln und anbieten, kommen vermutlich überwiegend nicht aus Besserverdienerkreisen. Sie haben Spaß an dem Hobby und hoffen vielleicht etwas Geld zu sparen, suchen Kontakt und Beschäftigung.

Keine schlechte Sache, aber die große Zukunft der Arbeit sehe ich derzeit nicht darin.


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