Debitismus als Kritik versus Theorie der Volkswirtschaft. (edit.)

Beo2, NRW Witten, Donnerstag, 02.03.2017, 10:41 (vor 2603 Tagen) @ Silke3500 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 02.03.2017, 11:32

Hallöchen Silke!

Es ist mir nun völlig klar geworden, dass wir vom Anfang an aneinander vorbeireden:

Was P.C. Martin (alias @dottore) mit seinem Debitismusbegriff verfasst hat, ist eine recht zutreffende Beschreibung und KRITIK des HEUTIGEN Wirtschaftssystems, welcher ein sehr altes ist und notwendigerweise im Kontext des politischen Systems gesehen werden muss. Mit dieser Einschränkung kann ich Martin's Debitismus weitgehend zustimmen, von ein paar Abstrichen abgesehen.

Worüber aber ICH hier die ganze Zeit schreibe, ist eine THEORIE der Volkswirtschaft, wie diese sein KÖNNTE. Diese basiert ebenfalls auf der Notwendigkeit und Unvermeidlichkeit, Schulden und Kredite (Debt) aufzunehmen, um den Staat und die Güterproduktion vorzufinanzieren. Das ist völlig klar.
Das heißt, ich beschreibe eine ALTERNATIVE zum heutigen System. Diese Theorie ist eingebettet in eine andere Staatstheorie sowie in ein anderes politisches System.

Bei dem hier vertretenen Debitismus habe ich allerdings den starken Eindruck, dass die hier versammelten Debitisten an gar keiner Alternative interessiert sind. Das stimmt mich doch sehr mistrauisch ...
Haben wir es hier vielleicht mit einer perfiden Strategie aus bestimmter politischer Ecke zu tun, zwar heftige Kritik zu üben, um Sympathien des Publikums auf sich zu ziehen, um aber am Ende des Vortrags dem Publikum mitzuteilen: "Okay, es geht aber gar nicht anders! Es gibt keine Alternative! Geht wieder nach Hause und macht weiter so, wie bisher."

EDIT: Die einzige Alternative wäre/ist nach euerer Auffassung bestenfalls, dass die Menschen wieder mit Steinaxen aufeinander losgehen werden und von vorn beginnen, das gleiche System zu wiederholen.

Ich zitiere @Mephisto:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=429354

Ich verstehe, Dir gefallen meine Vorschläge nicht. Also hast Du uns sicher eine bessere Alternative zum heutigen System anzubieten. Na dann los, beschreibe sie!

Du verstehst nix. Das heutige System ist alternativlos.

Ja, alternativlos für "Euch". D'Accord?

Mit Gruß, Beo2


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