Das ist doch trivial!

Beo2, NRW Witten, Mittwoch, 01.03.2017, 12:52 (vor 2600 Tagen) @ Silke3478 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 01.03.2017, 13:07

Hallöchen Silke!

Das war die Frage vom nicht mehr grünen dottore:

... sondern vielmehr die Frage, wo kommt das GELD her, ihn [den Mehrwert] zu REALISIEREN

Das war meine Antwort auf die Frage: Aus den, den bestehenden Schuldverhältnissen nachgelagerten Schuldverhältnissen (durch ZB beurkundet/beziffert und umlauffähig gemacht - auf Geldträger aufgetragene Eigenschaft = "Geld").

Das habe ich durchaus verstanden.

Zu deiner Feststellung: "Die ganze Wirtschaft hat nur einen einzigen Zweck: frühere Schuldner müssen spätere Schuldner finden, um nicht selbst unterzugehen" @dottore

Nein, das war wohl dein Zitat von @dottore .. auf den ich geantwortet habe:

Das ist doch trivial: ...

Nicht für die Mehrheit der ökonomisch interessierten Menschen. Sie verdrehen Ursache und Wirkung ...

Volle Zustimmung. Dies trifft m.M.n. auch auf die meisten der sog. "Debitisten" hier im DGF.

so wie du auch.

Diese Behauptung ist nach wie vor unbewiesen.

Sie sehen die Wirtschaft als den Versuch der Befriedigung von Bedürfnissen der Wirtschaftsteilnehmer, ...

Ja, so sollte es sein .. und wird es eines Tages. Dies konzeptionell zu fundieren, sehe ich als meine Aufgabe (Berufung), wenigstens für meinen eigenen Gebrauch (Denken).

obwohl das so ziemlich die nebensächlichste Nebensächlichkeit des Wirtschaftens ist – es geht um das nicht untergehen.

Ja, dies trifft auf das heutige System zu, welches seit ca. 9.-10.000 Jahren existiert. Es wird aber nicht ewig so bleiben, da es immanent nicht nachhaltig ist. Es zerstört ja seine Existenzgrundlage .. wie jeder Parasit es tut.
Und Ja, die wenigen Nutznießer (20%) wollen auf keinen Fall untergehen.

Als Rentner genießt du das Privileg, ...

.. sauer verdient - siehe weiter unten.

dass wildfremde Menschen BIP schaffen müssen, von dem dir ohne Gegenleistung im Zentralmachtsystem ein Anteil zugeschanzt wird. Darum lebst, denkst und schreibst du so, wie es sich hier darstellt.

Mensch kann die Lebensspanne der Menschen in 3 Abschnitte unterteilen: die Jugend, die Erwerbstätigkeit, und das Alter. Dies entspricht etwa dem Lebensalter von: bis 20J., 20 bis 60J., und ab 60J. Diese Spanne kann evtl. ein wenig gedehnt werden .. in der Zukunft noch viel mehr.
In einer gesunden, vitalen, ausgeglichenen menschlichen Gesellschaft (Population) verteilt sich die Bevölkerung demoskopisch auf jene Abschnitte wie folgt: 25%, 50%, und 25%. Wir haben auch zur Zeit etwas mehr als 40 Millionen Erwerbstätige (= 50%). Wenn mensch sich in diese Zahlenangaben vertieft, stellt man fest:

Zwei Erwerbstätige (Mann und Frau) müssen notwendigerweise 20 Jahre lang ein Kind und einen Alten ernähren - das macht bei 40 Jahren Erwerbstätigkeit genau 2 Kinder und 2 Alte. Dies ist das SOLL, das eine Gesellschaft aufbringen muss, damit sie nachhaltig und harmonisch funktionieren kann. Ich halte dies unbedingt für möglich. Wenn dies nicht aktuell stattfindet, muss der Fehler gesucht und gefunden werden. Genau dies ist mein Anliegen, unter anderem.

Du musst dich nicht mehr mit dem Problem der Urschulden, die zum Urtermin bedient werden müssen, herumschlagen

Richtig, bin 66J. alt und es vermutlich verdient, wie auch immer, ernährt zu werden. Wir, die Alten ab 60/65J. haben schließlich jeden der heutigen Erwerbstätigen 20 Jahre lang ernährt, ihnen den Arsch geputzt und hinterher getragen, und für ihre Ausbildung gesorgt, damit sie heute so etwas wie Arbeitskraft und Überlebensfähigkeit besitzen können. Wir haben derer Arbeitskraft gebildet, neben der Schöpferkraft der Natur natürlich. Sie, die Erwerbstätigen sind uns, den Alten gegenüber hoch verschuldet.

und kannst deshalb in deiner Lebenszeit Theorien entwickeln, ...

Wozu ist das Alter eigentlich da? Um sich zu langweilen, TV zu glotzen, Kuchen zu mampfen, und langsam in der Demenz zu versacken? Oder um den Enkeln den Hintern zu putzen? Für letzteres sind hauptsächlich die Eltern und die Berufserzieher zuständig. Dies ist nicht eine zentrale Aufgaben der Alten, sondern: die jüngeren zu belehren. Ich weiss, das klingt altmodisch und arrogant .. wird aber ewig wahr bleiben. Warum:

Als Rentner hat mensch die Möglichkeit, das angehäufte eigene Wissen UND die gesamte Lebenserfahrung zu rekapitulieren, darüber Nachzudenken und so etwas wie Weisheit daraus zu beziehen. Dies ist die zweite Hauptaufgabe des alten Menschen. Weisheit ergibt sich aus einer gelungenen Synthese von Wissen und Lebenserfahrung.
Weiter, als Alte/r hat mensch die Aufgabe, sich auf die große Abreise und die darauffolgende Zukunft vorzubereiten. Denn: Tod = Geburt, und umkehrt! Wer alt geworden ist, ohne dies begriffen zu haben, ist kein Weiser geworden ... Mehr will ich dazu nicht sagen.

in denen alles drunter und drüber geht.

Was noch zu beweisen wäre. "Drunter und drüber", zudem menschenverachtend, geht es eher in den Repliken hier .. wie z.B. bei @Mephisto unschwer zu erkennen ist.
Ich finde, dass meine Beiträge Jede/r! durchschnittlich gebildete MenschIn locker verstehen kann, wenn er/sie für NEUE Erkenntnisse aufgeschlossen ist. Sie sind logisch und redundant aufgebaut .. sozusagen idiotensicher.

Sie sind irrelevant für die Realität, die für die meisten Menschen heißt: sich unter drohen des Unterganges bei Versagen Essen/Trinken/Wärme usw. verschaffen.

Sie sind irrelevant für Blindgänger und Ignoranten. Ich habe einige meiner Einsichten nicht erst im Rentenalter erlangt. Zudem, ich kann Lügen fühlen. Die letztere, angeborene Fähigkeit wurde mir vom Leben belassen, im Gegensatz zu den meisten anderen. Ich war deshalb ziemlich schwer "erziehbar".

Ich mache es gar nicht so viel anders als du, da ich auch nur ein Stück ohnmächtige Masse im ZMS bin. Aus Zeitgründen nur ein Zitat. Lesen und verstehen musst du es selbst:
„Wir stecken in einer (Vor)finanzierungsspirale, damit ebenfalls in der Nachschuldnersuche fest. Die Guthaben sind systematisch gesehen schnuppe, denn Eingriffe in ihre Haltung (horten kann man sie nicht) würden die Probleme für die Kreditinstitute und an deren Tropf hängenden Ökonomie nur verschärfen. Der Kredit (Finanzierung) prügelt das BIP, nicht die Bezahlung (=Auflösung der Finanzierung).

Dies ist nicht meine Sprache - es versteht und kann kein normaler Mensch beurteilen. Das ist so gewollt. Das alles kann viel verständlicher und klarer (durchsichtiger) beschrieben werden, damit es Jede/r verstehen und beurteilen kann. Genau dies tue ich.

Anleihen sind keine Kredite. Für einen Kredit bedarf es keiner vorher vorhandenen Vermögensgegenstände, aus denen die Geldeinheiten entstehen. Für Anleihen (das Einsammeln von bereits vorhandenen Geldsummen) hingegen immer.

Die Banken rennen mit den Kreditverträgen des Staates innerhalb von 24 Stunden zu der BuBa und lassen sich die Darlehenssumme vom Staat! wieder zurückerstatten. Was verleihen sie dem Staat also effektiv? Gar nichts, allerdings gut verzinst! Betrug? .. was denn sonst!
Die BuBa hält die Staatsverträge während der gesamten Laufzeit im Tresor und schöpft dafür neue Geldsummen, welche natürlich auch termingerecht getilgt werden. Wer Staatsanleihen faktisch im Tresor hält und dafür Geld herausgerückt hatte, ist der tatsächliche Kreditgeber und Risikoträger gegenüber dem Anleiheemittenten.

So schafft auch eine Staats- oder Unternehmensanleihe kein neues Geld. Tut sie wirklich nicht.

Dies trifft nur auf die Unt.anleihen zu. Habe doch selbst mit @azur über den Unterschied zwischen einem Kredit und einem Darlehen gestritten. Bei Staatsanleihen ist es anders - siehe oben. Sie sind die Grundlage für die Geldschöpfung durch die ZB (Staat).
Der sachimmanente Sinn der Staatsanleihe ist: eine reelle Leistungsanleihe bei den Staatsbediensteten und den Lieferanten des Staates zu beziehen.

Lass dich nicht durch juristische Spitzfindigkeiten und Winkelzüge täuschen! Es wird hierzulande sehr viel getäuscht! Paragraphen sind Menschenwerk.

Die Geldentstehung muss dem Anleihengeschäft vor- bzw. nachgelagert verstanden werden.

Der Umweg der Staatsanleihen über die Geschäftsbanken ist völlig überflüssig und zudem für den Staat (die Bürger) sehr verlustreich. In den letzten 60 Jahren wurden ca. 1000 Milliarden Euro Zinsen an die Banken dafür gezahlt, für nichts. Ein äußerst schwammig "begründeter" Betrug. Es reicht eine Schuldenbremse in der Verfassung.

Da Wirtschaften generell niemals ohne Nachschuldner funktioniert im Kapitalismus – denn gewirtschaftet wird wegen Profit und Abgabezwang.

Das ist mir schon wieder zu schwammig. Ich werde es nun hier nicht wieder aufdröseln. Bin nicht die Mami, da alles vorkaut. Empfehle, meine Beiträge zu lesen und darüber nachzudenken.

Nur wegen des Abgabenzwangs.

Es besteht einfach die Notwendigkeit, zahlreiche Staatsleistungen zu finanzieren, damit gewirtschaftet werden kann. Daran MUSS sich jeder Bürger beteiligen, der arbeitsteilig wirtschaften möchte oder dies tatsächlich tut. Das lässt sich völlig nüchtern und zutreffend beschreiben, ganz ohne Hetze gegen den Staat und ohne subtilem Aufruf zur Steuerhinterziehung .. einfach objektiv.

Der Profit ist der Traum aller, sich darüber hinaus Macht über das eigene Wohl zu sichern. Der Traum wird einigen erfüllt und mit der Zeit für immer mehr "Personen" zum nicht enden wollenden Albtraum.

Das muss nicht sein und ist auch nicht nachhaltig. Es wird "demnächst" anders kommen.

Es gibt keine freiwilligen Nachschuldner.

Unsinn. Es gibt Menschen, die gerne in einem Staat leben wollen, arbeitsteilig wirtschaften möchten, und deshalb auch bereit sind, freiwillig Steuern zu zahlen.

Jede Finanzierung ist systematisch erzwungen.

Alles, wirklich alles muss VOR(lauf)finanziert werden, die ganze geordnete Schöpfung, insbesondere dann, wenn sie wunderbar sein soll. Und selbstverständlich, alles muss auch RE(tour)finanziert werden, durch Jede/n, sobald er/sie dazu befähigt ist. Das ist ein universelles Prinzip.

Und zum Schluss:
"Die Staatsverschuldung steigt unaufhaltbar an.

Das ist weder notwendig, noch "unaufhaltbar" .. es sei denn, es wird von der Bevölkerung ein Wachstum gewünscht.

Die ursächliche Vorfinanzierungslücke bzw. Tatsache, dass es immer und zuerst einer Finanzierung (Verschuldung) bedarf, damit und bevor die zur Tilgung notwendigen Zahlungsmittel (spätere Einnahmen) überhaupt entstehen können, wird gerne vernachlässigt.

Das ist kein Problem. Alles kann vor- sowie refinanziert werden. Bei der Vorfinanzierung wird Geld und Schuld geschöpft. Bei der Refinanzierung werden die Schuld und das Geld getilgt. Während dessen werden reale Leistungen erbracht, von den Bürgern UND von dem Staatsorganen. Es KANN einwandfrei funktionieren.

Das Verhältnis Verschuldung / BIP weitet sich, wie Zarathustra immer wieder erklärt hat, zwangsweise aus. Das Verhältnis ist eben systembedingt über die Zeit nicht gleichbleibend (nicht konstant).

Das Verhältnis "Verschuldung / BIP" kann konstant bleiben, WENN durch Verfassung gedeckelt und wenn kein Wachstum gewünscht wird .. siehe die Schweiz (zzgl. Schuldenbremse in der Schweizer Verfassung). Die Misstände sind eine Folge des korrupten politischen Systems, nicht des Staates an sich. Und, ein Wachstum ist weder notwendig noch unvermeidlich, und zwar nachhaltig! Ihr habt da dicke Pferdefüße mitten drin .. weil euere Theorie dem blinden Hass entspringt.

Falls Wirtschaftswachstum angestrebt wird, wird auch die Systemverschuldung natürlich ABSOLUT wachsen müssen .. kann aber RELATIV konstant bleiben.

Der Staat kann seine Verschuldung durch Steuereinnahmen "nur" besichern. Er kann diese durch Steuereinnahmen nicht refinanzieren.

Der Staat kann und sollte sich vollständig über Steuereinnahmen refinanzieren, wenn kann Wachstum gewünscht wird. Das Verhältnis Verschuldung / BIP kann konstant bleiben und gedeckelt werden.
Falls Wachstum gewünscht ist, muss AUCH der Staat seine Verschuldung erhöhen und damit seinen Anteil bei der Vorfinanzierung des Wachstums übernehmen.

Die Aufschuldung ist aufgrund des von Paul C. Martin beschriebenen Vorher-Nachher-Problems bereits systembedingt (kein Fehler im System!).

Ist nicht.

Und das Anleihensystem muss doppelseitig verstanden und gedacht werden. Es ist das für die Steuerpflichtigen weltweit ineinander greifende und notwendige Vorsorgesystem, von staatlichen Pensionskassen bis hin zu privaten Fonds, Versicherungen, Treuhandgesellschaften. Die Zinsbelastung der Staaten...

... ist völlig überflüssig.

ist das ertragreiche Fundament für eine risikominimierte Altersvorsorge von Milliarden Steuerpflichtigen. Der Staat kann sich nur solange verschulden, wie er uns dieses Fundament weiter versprechen kann. Kein Fehler, sondern System. @Ashitaka

Die Erwerbstätigen (20-60-jährigen) haben die Alten zu ernähren, wie die alten die ersteren ernährt haben - das ist seit Menschengedenken der ungeschriebene Generationenvertrag. Das ist Verschuldung und Tilgung. Und nur so kann es funktionieren. Es entspricht einem universalen Schöpfungsprinzip.

Preisfrage: Wie ist es bloß möglich, dass mit einer Fahrradkette, welche nur ca. 100 kurze Kettenglieder hat und ca. 1,2 Meter lang ist, mensch Tausende Kilometer zurücklegen kann? .. auf einem Fahrrad (Volkswirtschaft) montiert natürlich. Wer hier weiss schon die richtige Antwort? Die Antwort ist in den verlinkten Postings.

Ich fahre auch gerne Fahrrad.

Das geniale an der Fahrradkette ist, dass sie GESCHLOSSEN ist. Genauso ist es auch mit der Kette der Nachschuldner. Wer gerade tilgt, ist sozusagen das Ende der Kette und steht als neue Nachschuldner zur Verfügung .. genauso wie es bei den Gliedern der Fahrradkette der Fall ist. Diese Schuldnerkette wurde vom Staat erzeugt und geschlossen.

Das Fahrrad, oder besser gesagt: das Rad, die Fahrradkette und der Antriebsriemen sind die wunderbarsten Erfindungen, welche die Menschheit hervorgebracht hat. Sie können sehr umweltschonend in der Wirtschaft eingesetzt werden. Ich liebe es ungemein, Fahrrad zu fahren.

Mit Gruß, Beo2


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