An Nachschuldnern mangelt es nicht: ...

Beo2, NRW Witten, Montag, 27.02.2017, 20:33 (vor 2611 Tagen) @ Silke3892 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.02.2017, 21:26

... sondern vielmehr die Frage, wo kommt das GELD her, ihn zu REALISIEREN

Aus den, den bestehenden Schuldverhältnissen nachgelagerten Schuldverhältnissen (durch ZB beurkundet/beziffert und umlauffähig gemacht - auf Geldträger aufgetragene Eigenschaft = "Geld").
"Die ganze Wirtschaft hat nur einen einzigen Zweck: frühere Schuldner müssen spätere Schuldner finden, um nicht selbst unterzugehen" @dottore

Das ist doch trivial:

__ 1) Wir wissen doch, dass alles Geld (Zahlungsmittel, Liquidität) durch Kredite (Kreditaufnahmen) geschöpft wird und bei der Kredittilgung wieder verschwindet bzw. vernichtet wird, d.h. aus dem System entfernt bzw. ausgebucht wird.
__ 2) Wir wissen auch, dass es ohne Geld keine Wirtschaft gäbe, wie wir sie kennen.

Aus den beiden Prämissen folgt unmittelbar folgendes:

__ 3) Wenn (die ersten) aufgenommene(n) Kredite getilgt werden, müssen von irgend Jemand neue Kredite aufgenommen werden, damit die Geldmenge im System erhalten bleibt und nicht zügig wieder gegen Null sinkt.
____ Als Kreditnehmer stellt sich zuallererst und dauerhaft der Staat zur Verfügung, der die allererste Geldmenge, die "Initialmenge" in das System (Publikum) geschüttet/emittiert hatte, aber nachfolgend auch private Akteure wie Unternehmer und Konsumenten.

Es ist also klar, dass nach der Tilgung eines Kredits, egal ob eines privaten oder vom Staat aufgenommenen, zeitnah ein anderer oder derselbe Kreditnehmer benötigt wird, der etwa die gerade getilgte Geldsumme neu aufnimmt. Kredite werden ja nicht gleichzeitig aufgenommen, sondern nacheinander, d.h. zeitlich versetzt (sich zeitlich überschneidend), und auch nacheinander getilgt.
Falls sich nicht genügend Private zur Verfügung stellen und ständig abwechseln, muss es der Staat tun. Letzteres ist aber auf Dauer keine gute Lösung, sondern es funktioniert glücklicherweise anders, zumindest in einer normal funktionierenden Volkswirtschaft - hier von mir in meinen allerersten Beiträgen in diesem Forum "leicht verständlich" beschrieben:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345635
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=334869

Wie daraus ersichtlich, funktioniert es nach dem Prinzip "Fahrradkette" .. ja, in der Realität da draußen, normalerweise, d.h. in einer gesunden VoWi!

Preisfrage: Wie ist es bloß möglich, dass mit einer Fahrradkette, welche nur ca. 100 kurze Kettenglieder (Schuldner) hat und ca. 1,2 Meter lang ist, mensch Tausende Kilometer zurücklegen kann? .. auf einem Fahrrad (Volkswirtschaft) montiert natürlich. Wer hier weiss schon die richtige Antwort?
Die Antwort ist in den verlinkten Postings.

Mit Gruß, Beo2


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