Ganz großes Kino

siggi, Montag, 27.02.2017, 03:24 (vor 2606 Tagen) @ Hasso3280 Views
bearbeitet von siggi, Montag, 27.02.2017, 12:51

Hallo Hasso,

In Bill Clintons Amtszeit (volle 8 Jahre 1993-2001) diskutierte Clinton
monatelang mit seinem Volk über die hochwichtige Frage:
"Ist ein kleines Bläserle schon SEX oder eher nicht?" Clinton beharrte
vor der ganzen Welt sturheil auf "NEIN"[[top]]

Wer erinnert sich nicht an diese Herumeierei, habe ich Ei gesagt<img src=" />
Ganz großes Kino.

Das war aber damals von den Republikanern und ihrem Sonderermittler Kenneth Starr aber auch geschickt eingefädelt worden. Zum Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton kam es ja nicht wegen der sexuellen Beziehung zu Lewinsky, sondern deswegen weil Clinton in einer anderen Aussage zum Fall Paula Jones die Affäre mit Lewinsky bestritten hatte. Also Meineid und (später noch Behinderung der Justiz.)
Dann tauchte allerdings das Kleid mit dem Spermafleck auf, das, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Waschmaschine gelandet war. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. <img src=" />
Also, da muss Trump aber noch hart arbeiten, um etwas ähnlich Skurriles auf die Beine zu stellen. Aber er ist ja nach eigenen Worten der am härtesten arbeitende US-Präsident aller Zeiten, Vergangenheit und Zukunft selbstverständlich<img src=" /> Also schauen wir mal.

Man sieht an der ganzen Geschichte allerdings, wie schnell es zu einem Amtsenthebungsverfahren kommen kann. Eine kleine Ungenauigkeit, eine unbedachte Äußerung in einer offiziellen Anhörung und schwuppdiwupp hast du den politischen Gegner im Nacken.

Und diesbezüglich hängt über Trump ein riesiges Schwert. Und zwar wenn bewiesen werden kann, dass Trump über die Telefonaten von Michael Flynn mit den Russen vor seiner Amtseinführung unterrichtet gewesen ist.

Dazu eine schöne und wahre Anekdote.
In Clintons Amtszeit war ich oft in den USA.
Ein steinreicher Geschäftspartner fragte mich in einer großen Sitzung,
"was ich in den USA denn so kulturell unternehme."
"Gute Antworten" waren den Trump-Kollegen ziemlich wichtig[[zwinker]]


Ich antwortete klug und ganz ehrlich:
"Ich besuche sehr gerne die privaten Refugien ehemaliger US-Präsidenten,
z.B. Lyndon B. Johnsons Texas Ranch, Kennebunkport (George Bushs
Sommersitz) oder Kennedys Hyannisport (mein Lieblingsort)."

Ein anderer US-Sitzungsteilnehmer antwortete darauf in ganz großer
Runde:
"Hasso, das ist ein schönes Freizeitprogramm. Du bekommst morgen
meinen Learjet für einen kleinen Privat-Trip nach Hope, Arkansas!"
Großes Gelächter und tosender Beifall...[[freude]]

Ich hoffe, dieser Real-Witz ist nicht zu kryptisch.

Doch, ein bisschen schon. Natürlich weiß ich, dass Clinton Gouverneur in Arkansas war, aber von dem privaten Sommersitz in Hope habe ich noch nichts gehört.

Oder sollte die Anspielung auf Hope, gibt es ja tatsächlich dort, die Hoffnung bedeuten, dass Clinton seinen Präsidentenjob verliert?

Trotzdem hat Clinton acht Jahre durchgehalten!

Eben, das kann bei Trump auch passieren. Adlerdings sind in knapp zwei Jahren bereits wieder Kongresswahlen für alle Abgeordneten und Senatswahlen für ein Drittel?
Und wenn Trump seine Zeit weiter mit klein-klein Krieg gegen die Medien vertrödelt, statt geschickt die wirtschaftlichen Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die die lauthals versprochen und so sehnsüchtig erwarteten Jobs bringen, dann werden die Wahlen zu einem Desaster für die Republikaner. Und dann wird es ganz schwer für Trump.
Vielleicht dann wieder mit einem Sonderermittler oder gar Sonderermittlerin. Meine Bestbesetzung für diesen Posten, Hillary Clinton. Da könnte sie mal ihre ganze Gehässigkeit ausleben. <img src=" />
Das könnte dann wieder ganz großes Kino werden.

LG

siggi


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