Meinungsfreiheit nur bei Gefahr von Mobbing und Existenzverlust

Monterone, Donnerstag, 23.02.2017, 11:06 (vor 2609 Tagen) @ Plancius3875 Views

Nächstes Beispiel.
Seit Wochen wird im Kollegenkreis am Arbeitsplatz, in der Teeküche und in
der Mittagspause gegen Trump gehetzt. Wenn ich meine Meinung zu diesem
Thema sagen würde, dann würde ich wohl Job und meine Kunden riskieren.
Aber dieses öffentliche Bekunden, dass man auf Seiten des Systems steht,
ist mit Sicherheit nicht notwendig, auch im Hinblick auf den Erhalt des
eigenen Lebensstandards.

Das kenne ich nur zu gut. Ein paar kritische oder auch nur halbwegs interessante Sätze, und Du mußt damit rechnen, gemobbt zu werden.

Obwohl dieser Staat sicher noch mehr Freiheiten zulässt als der reale
Sozialismus a la DDR, empfinde ich persönlich dieses System als
repressiver, weil die private Gegenöffentlichkeit fehlt, um
gesellschaftliche Missstände im privaten Gespräch aufzuarbeiten und
dadurch auch Zorn abzubauen. Es gibt ja noch nicht mal mehr politische
Witze.

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Ausgezeichnet! Du mußt Dir jetzt vorstellen, wie ich mich erhebe und stehend applaudiere.

Was Du schreibst, habe ich schon vor Jahrzehnte erlebt, es scheint sich also um etwas zu handeln, das stark mit der deutschen Untertanen-Mentalität zu tun hat.

Dieses Volk ist derart entbeint, entkernt, innerlich matschweich-molluskenhaft und wie ein Hund auf die Autorität hin konditioniert, daß sie sich schlagartig empört haben und auf Dich losgegangen sind, wenn Du Dich in respektloser Weise über die Königshäuser von England, Holland, Belgien und Schweden geäußert hast.

Die Deutschen mögen vielleicht das Schießpulver erfunden haben, den aufrechten Gang ganz sicher nicht.

Monterone


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