Fragen zum Nicht-Debitismus

Centao, Montag, 20.02.2017, 12:59 (vor 2711 Tagen) @ nereus4778 Views

Hallo @nereus,

ich habe in den genannten Quellen und zu den genannten Forengrößen nicht die für Dich wichtigen Gegenemeinungen zum Debitismus gefunden. Dagegen die aus der Pro-Ära. Z.B. Deine Untersuchungen zur Alten Testament als Quelle der Gewaltmetalle.

Nun ja, es ist so, dass mich weitere Gelddefinitionen vs. Debitismus mangels bisheriger fehlenderLogik nicht überzeugt hatten, z.B. die Diskussionen mit moneymind und dem Studenten.., vs. dem debitistischen überzeugten Rest.


Genau hier fängt das Problem schon an. Im debitistischen Sinne.
Alles was sich dieser Definition nicht unterordnet, existiert nicht oder
ist eine falsche Annahme.

Nun mit debitistischen Bezug ja. Sollte eine bessere Gelddefinition vorliegen, die die QE-Programme der ZB's besser real charakterisiert, immer her damit.

Gold als künstlich bewertete Sicherheit statt Leistungen durch
Unternehmen.., im Informationszeitalter?

Das meinst Du jetzt nicht ernst, oder?

Doch an sich schon, nun wissen wir ja das es keine Sicherheiten gibt, ausser eventuellen Steuern. Dies hat aber CM seinerzeit zerlegt. Staatsschulden = keine Sicherheiten.

Im debitistischen Sinn war es zulässig – wenn auch krisenfördernd –
daß Schuldner Papiere emittieren ließen, bei denen klar war, daß sie
künftig nicht zu bedienen sind.

Ja, absolut..<img src=" />

Nun tritt anstelle der hohlen Zahlungsversprechen ein hochfungibler
Aktivposten und jetzt sind die Debitisten not amused.

Also @nereus, ich bin nicht auf das Ende aus und suche noch den Ausgang..!

Die Diskussion hatten wir schon vor 15 Jahren als Reinhard Deutsch von
Geld aus dem Nichts sprach und heftige Gegenwehr erfuhr, weil das mit
„dem Nichts“ angeblich so nicht stimmte.

Bitte mal den Link oder Suchwort dazu. Danke.


Genau, und weil nur debitistisches Geld Geld ist, welches durch
Verschuldung in die Welt kommen muß, kann das mit dem Gold nicht
funktionieren.

Genau das habe ich befürchtet.

Es entspricht eben den hier erarbeiteten Ergebnissen.

Es ist ein Definitionsproblem, so wie Märkte, auf denen keinen Schuldgeld
zum Einsatz kommt, eben keine Märkte sind und eine Goldmünze kein
Zahlungsmittel ist, weil die nämlich ohne Schuld umlaufen kann bzw. deren
Schuld längst erloschen ist.
Doch da so etwas nicht in die Definition paßt, kürzen wir es einfach
raus.

Gibt es diesen Käufer nicht, ist es schlicht "Falschgeld".

Dann erkläre mir doch bitte einmal, warum die BuBa und alle anderen
Zentralbanken überhaupt Gold in ihren Aktivbeständen halten?

Weil es einzig dem Vertrauen der Machtzirkel untereinander gilt.., nach Bretton-Woods.


Bringt der Staat es in seine ZB-Bilanz nach Stelter ein, ist es die
Vernichtung von Vermögen, weil es bereits ausschließlich akkumuliertes
Geld aus vorheriger Zeit betrifft, das wiederum auf der Kreditseite
(zeitlich nachlaufend) fehlt.

Das ist richtig und das ist doch auch Sinn der Übung.

Das ist für den wirtschaften (Muss)Teil der Weltwirtschaft der Riun, so oder so. Es werden sämtliche Kreditsicherheiten gekappt.

Der inszenierte Inflationsschub ist selbstverständliche eine Vermögens-
und Schuldenvernichtung, aber eine die immer noch besser funktioniert, als
wenn alles unkontrolliert den Bach hinunter geht. Ich habe auch nie gesagt,
daß wir dadurch alle reicher werden. [[zwinker]]

Läßt sich nicht kompensieren. Schuld ist der fallende EROI aller primären Energiequellen. Es gibt keine Möglichkeiten Öl für den 70-fachen Ptreis Deiner Goldbwertungen zu fördern und in den Energiekreislauf einzuspeisen. ETP verhindert eine künstliche zusätzliche Inflation.

Wenn Du sehen willst was passiert mit Inflation siehe Venezuela.

Die bereist erfolgte Kreditausschöpfung verbunden mit dem absolutem Energieoutput für die weltweite Güterlogistik und Verbrauch, macht eine Implosion der Kreditsicherheiten (für die Tage N + 1) unmöglich. Die Vermögensbasis ist an sich jetzt schon Banane, es weis nur noch keiner.., weil sich damit kein mehr an Energie erzeugen lässt. Deshalb versucht man es ja mit Energiesparen..<img src=" />

Es ging um eine halbwegs erträgliche Krisenlösung. Besser Fuß ab, als
Kopf ab.

Ich war das halbe Wochenende im Wald, es war kalt und gesehen habe ich vier Rehe und einen Hasen..


Seine Steuereinnahmen brechen sofort ein, weil diese ausschließlich
auf unternehmerischen Verbindlichkeiten ggü. Staat und Dritten
Finanzintermdiären ruhen. Deren Kreditwürdigkeit ist durch die
Unterbrechung der Verbindlichkeitskette der Finanzintermediäre
(Kreditgeber) ebenfalls ruiniert, (siehe Bankendomino). Die müssen
nämlich mit echtem Geld arbeiten.

Mit echtem Geld – also den bisherigen Luftbuchungen, die jedoch
debitistisch statthaft waren. Ich fasse es nicht.
Staats- und Ramschanleihen sind Sicherheiten, aber Gold ist dagegen keine.
[[hae]]

Ok, Gold ist dann Sicherheit solange es debitistisches Geld und Bewertung gibt. Nach der Hasso'schen Lebenserfahrung alles gut..


Bezahlt der Staat seine verbrieften Schulden aus nicht dem
Kreditkreislauf! entnommenen Einnahmen selbst, kann das Wirtschaften =
Atmen der Industriegesellschaft eingestellt werden. Alles Hamsterradler
können nun nach Hause gehen.., weil die Forderungshalter (Mediäre)
rechtlos gestellt wurden.
- Kreditwürdigkeit des Staates wäre perdü.

Das ist sie doch schon längst!

Ja, aber hier vertrauen wir alle noch..<img src=" />

Der Staat ist ein Zombie, wie auch die privaten Großbanken, die eine
riesige Show aufführen, daß alles in bester Ordnung sei.
Es wird doch nur noch der Schein auf betrügerische Art aufrechterhalten.
Und warum funktioniert das überhaupt?
Weil die meisten Teilnehmer dem System noch VERTRAUEN und diesem somit
Kredit geben. Endlich blinkt mal kurz das wirkliche Geheimnis des Kredits
auf.

Ja, ohne fehlende Definitionen und eingehende Erläuterungen gegen die
debitistische Sichtweise zum Geld- und Staatsschuldenbegriff ist der
Artikel Mickey-Mouse.

Mein lieber CenTao, Dir ist aber schon bekannt, daß Herr Stelter 1990/91
mit einer Dissertation zum DEBITISMUS bei Fredmund Malik promovierte?
Er war einer der Ersten, die das Thema überhaupt in die Öffentlichkeit
brachten.
Bei Bedarf bitte hier entlang zum alten Forum:
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=352803

Hier verweis eich mal auf @Silke.., der Beitrag gehört imho in die Sammlung.

Es fehlt an allen wichtigen Details und Deine Frage was
Steuerbezahlung mit dem Blutmetall (dottore - Gold gab ich für Eisen) Gold
zu tun haben soll, zeigt auf dass Du die (revolutionäre) Machtbindung
(Rechte) an den Geldbegriff von PCM noch nicht verinnerlicht hast.., oder?

Ja, und das werde ich auch nie verinnerlichen, weil es in dieser Dogmatik
auch nie gestimmt hat.

Gut, wie gesagt bringe mir die Verweise dazu. Ich freue mich ja auch über Gegenmodelle..

Aus der einst analytisch brillianten Theorie ist eine Religion geworden,
die nichts mehr neben sich bestehen lassen will.
Das wurde mir bei den Diskussionen mit Reinhard Deutsch, mit @Diogenes,
mit @Dimi und vielen anderen bewußt, denn da wurden von den
Hardcore-Debitisten abenteuerliche Thesen aufgestellt.

So wurden Erfindungen genialer Denker auf ihr Urschuldproblem reduziert.
Nur weil sie knapp bei Kasse waren und besser leben wollten, entsprang
ihrem Hirn die große Idee.
Da wurde z.B. auch behauptet, daß im Sozialismus keine Märkte
existierten, weil es dort kein echtes Geld sondern nur Bezugsscheine gab.
Darüber kann man sicher diskutieren.
Doch gleichzeitig behauptet die Hardcore-Fraktion, daß echtes Geld nur
aus machtinduzierten Steuermitteln herleitbar ist – zwangsweiser
Verschuldung der Untertanen (Urschuld), die aus Angst vor dem
machtbewehrten Staatsmonster fleißig ihre Runden drehen.

Na, da haben wir doch schon einmal eine grundlegende Voraussetzung für
echtes Geld, nicht wahr?
Kontraktschulden ergaben sich aus den Arbeitsverträgen und denen zwischen
Staatsbürokratie und Kombinaten/Betrieben.
Die religiöse Schuld ergab sich aus dem unverbrüchlichen Klassenbündnis
zwischen SED und KPdSU und mußte nur durch Daueranwesenheit des Abgaben
schuldners im Staatsgebiet „beglichen“ werden. [[zwinker]]

Naja schon so lange her.., da müssten wir mal darüber nachdenken..


Damit hatte der Sozialismus doch die Grundlage der debitistischen Theorie
zu 100 % erfüllt! [[lach]]

Nun er ging ja schlicht pleite..

Die Arbeiterklasse drehte sich im Hamsterrad, generierte Steuereinnahmen,
die dann die Parteibürokratie nach entsprechenden Abzügen wieder als
„Wohltat“ über dem Volke ausgoss.
Der einzige Unterschied war, daß es sich bei der Alu-Mark um eine
Binnenwährung handelte, doch das ist auch keine explizierte Forderung des
Debitismus.
Von Privateigentum ist im Debitismus nämlich überhaupt keine Rede nur
von Eigentum an sich und staatlich garantiertem Besitzrecht!
Das gab es in der DDR auch. Wir waren alle Besitzer unserer Wohnung.
Ein staatliches Gewaltmonopol gab es ebenso und was für eines.
[[freude]]

Ist Dir das etwa noch nie aufgefallen?
Hast Du Dir das Zentralgestirn des Debitismus eigentlich schon mal richtig
angeschaut?
Das Tributgebiet und die Tributpflichtigen waren im Ostblock glasklar
definiert.
Die Abgabenschuld wurde ohne Wenn und Aber und ganz ohne Steuerberater
erfüllt!
Die Vorverschuldung des Staates war eine mit Ewigkeitswert und wurde nie
hinterfragt.
Wozu auch. Das Vertrauen stand festgemauert in der Erde. [[lach]]

Einige Machthaber nahmen halt Gold oder Silber (China) als
Steuermittel = Geld, weil kreditfähig gegen Zins und Verbriefung von
"Rechten". Forderungen sind also auch Rechte!

Nahmen halt auch Gold .. ah ja.
Damit wir uns recht verstehen, daß Machthaber Steuern eintreiben wollen,
ist völlig unstrittig zwischen uns.

Öl, als der chemische Energiespeicher, als neue ZB-Einlage unserer
Gesellschaft wäre diskussionswürdig (ETP). So müssten Schulden neu
bewertet werden, da uneinbringlich.., aber bitte nicht mit kredit-und
nutzlosem (Edel-)Metall.

Kredit- und nutzloses Edelmetall!

Sieh Dir einfach mal die Bewertung von Apple und wieviel Unzen dies gerade sind.., die Menschen arbeiten primär für die Grundbedürfnisse und nicht für Gold. Gold als Handelsgut setzt eine Wertspeichermöglichkeit in Form eines solventen Abnehmers zu späteren Zeitpunkt voraus.

Dieser Halbsatz ist geradezu ernüchternd und entlarvend!

Gold ist die beste Sicherheit, die man sich für einen Kredit überhaupt
vorstellen kann, weil es eben NICHT auf zweifelhaftem Vertrauen (abgeleitet
vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und
Glauben Anvertraute“; engl. credit oder loan = Leihe) von Menschen
beruht, sondern seine Wertbeständigkeit nicht nur aus seinen famosen
Eigenschaften generiert, sondern vor allem aus seiner Zeitlosigkeit!

mfG
nereus

Gold, was tut es, es glänzt goldig.., warum haben es die alten Hochzivilisationen Amerikas nicht als Währung eingesetzt?

Gruß,
CenTao


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