AfD und NATO

Weiner, Samstag, 18.02.2017, 09:22 (vor 2611 Tagen) @ Hannes3768 Views

Hallo Hannes, das hast Du ganz richtig gesehen:

Beide geben den Deutschen stets salbungsvolle Worte, die uns `runter gehen
wie Öl. Dass man sich fragt: Wieso dürfen denn die das öffentlich sagen,
straflos? Und wir nicht?

Broder wie Gysi, selbes Muster, sorry, ich sehe das so. Ich prophezeihe,
diese Typen werden sich bald extrem vermehren hier: Populistisch in der
Erscheinung, im Wesen aber Marionetten.

Das ist es ja, was in den USA gerade abgelaufen ist ...

Zur Westbindung der AfD gibt es Gottseidank klare Belege:

"Die Nato ist und bleibt die Klammer einer transatlantischen Sicherheitsarchitektur, deren entscheidender Anker das Bündnis mit den USA ist. Für einen europäischen Verteidigungsminister oder gar eine europäische Armee bleibt daneben kein Raum."

Quelle: https://www.alternativefuer.de/programm-hintergrund/fragen-und-antworten/aussenpolitik/

Und solche Aussagen sind für mich Grund, keine fünf Minuten Nachdenkens über die AfD zu verschwenden. Wenn jemand viel Zeit und Geschick für Recherchen hat, wird er garantiert transatlantische Fäden in die AfD finden, die VOR den eurasischen Fäden schon da waren. Mit tut es leid um die Menschen, die sich von der AfD verführen lassen, statt dass sie ihre eigene Stimme und Aktion finden. Ich gebe allerdings zu, dass Letzteres schwer zu realisieren ist. Der Einstieg der Parteien in ihre Macht ist der, dass sie dem Bürger das Denken und die politische Organisation abnehmen. Es ist eine Art Dienstleistung. Der Preis ist der Verlust der Freiheit und der Souveränität.

Zurück zum Thema NATO: ich schließe mich dem Tenor der Schreiber hier an, dass D komplett raus muss, und alle US-Soldaten von hier verschwinden. D sollte neutral werden wie CH und - hoffentlich mal wieder - A. Mit einer (ggfs. modifiziert) erneuerten Wehrpflicht.

Dieter hat witzig geschrieben: "Es reicht doch, wenn sich die Polen ihr Land mit Amis überziehen und der deutschsprachige Raum neutral ist/wird."

Darüber kann man tief nachdenken. Denn in der Auffassung der Polen würden in diesem hypothetischen Fall die USA dann Polen auch vor seinem westlichen Nachbarn wohl schützen. Und die USA würden dann das leisten, was GB und F vor und dem Zweiten Weltkrieg zwar versprochen, aber nicht gehalten haben (auch nicht, als der dann vorbei war!!). Weil die USA in Polen aber nichts holen können, werden sie das Land niemals 'beschützen' wollen. Und das polnische Mädchen steht damit wieder hilflos da, zwischen zwei strammen Burschen, die sich dann womöglich so zuzwinkern, wie sie das mehrfach in den letzten 250 Jahren schon getan haben ...

An der geopolitischen und 'völkischen' Realität hat sich also nichts geändert. Durch die ganzen letzten 1000 Jahre hindurch. Und es werden immer neue Lösungen durchprobiert. Nun ist auch die US-hegemoniale Lösung (der letzten 100 Jahre) gescheitert. Und wir können wieder von vorne anfangen.

Gute Vorschläge sind gefragt!


Ein schönes Wochenende wünscht Weiner.

~~~

PS zu den "100 Jahren": ich setze den Eintritt der USA in Europa mit dem Ersten Weltkrieg an. Es gab mitten in diesem Krieg den Versuch, Einfluß in Russland zu bekommen (via Kerenski und Trotzki), und mit dem Kriegseintritt gegen Deutschland bekam man die Möglichkeit, über das Nachkriegsdeutschland mitbestimmen zu können. Letzteres haben die USA bei weitem professioneller getan als GB und F, und konnten deshalb von der militärisch-industriellen Entwicklung in D besser profitieren. Sie wußten geanu wohin das lief, und bekamen dadurch eine noch bessere Chance. Das 20. Jahrhundert ist einfach gut gelaufen für die USA, das muss man absolut anerkennen.


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