Many rivers to cross

Kurz_vor_Schluss, Freitag, 17.02.2017, 09:36 (vor 2612 Tagen) @ siggi3978 Views

Moin siggi
die Homogenität einer Gesellschaft ist sicherlich EINE "Ursache" für Sittlichkeit, wenn auch nicht die alleinige. Es ist wohl der Grad der Entwicklung einer Gesellschaft - die sittliche Reife, die man erlangt hat.
Dass Vergewaltigungen bei uns kein Kavaliersdelikt mehr darstellen, dürfte sich herumgesprochen haben.
Dass umgekehrt in anderen, früher hätte man gesagt, rückständigeren Gesellschaften oder meinetwegen patriarchalischere dasselbe Delikt anders bewertet wird - auch dies dürfte klar sein.
In Deinem Beispiel kommt natürlich der Krieg als enthemmendes Element dazu.
Kurz: Durch diverse nebeneinander existierende Trends (Verrohung durch Internet etc., die Durchsetzung der Gesellschaft mit Menschen mit gänzlich anderen Prägungen zu Frauen etc., um sich greifender Angst vor der Zukunft, Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, Verdummung, klimatische Einflüsse etc.) sollte es nicht verwundern, dass die Gewalt sich ausbreitet - auch als Gewalt gegen Frauen.
Aber nochmal: Ein gewichtiges Element ist die Einstellung zu Frauen! Die auch auf den Grad der geistig-kulturellen Entwicklung einer Gesellschaft hindeutet.
Wenn in Island 6% der Frauen berichten, schon sexuell belästigt worden zu sein - https://en.wikipedia.org/wiki/Rape_statistics#Iceland
und wenn umgekehrt in Ägypten 99% der Frauen berichten, bereits sexuell belästigt worden zu sein -
https://en.wikipedia.org/wiki/Rape_in_Egypt
dann sollte es nicht verwundern, dass, je heterogener eine Gesellschaft dahingehend ist, Menschen aus bestimmten Regionen zu beherbergen, desto mehr Vergewaltigungen sie aufweisen wird. Oder auch nicht - der Statistik bzw. den Statistikern sei dank.
Beste Grüße
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin


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