Vielleicht ist es eine Frage?

Illu, Am grünen Inn, Donnerstag, 16.02.2017, 03:42 (vor 2622 Tagen) @ Elli5737 Views

Lieber Jürgen,

es ist ganz und gar nicht 'bescheuert' dass Du Deinen Hilferuf hier schreibst, denn er ist - meinem Gefühl nach - eigentlich eine sehr wichtige, eine lebenswichtige Frage, die sich Dir wieder neu stellt.

Es scheint, Du hattest schon vor langer Zeit Deine kommenden Krankheitserschwernisse im Voraus durch gedacht und mit einem Stoppschild die Station markiert, ab der Du das Elend nicht mehr weiter ertragen wollen würdest.

Nun ist der prognostizierte Zeitpunkt gekommen, bei dem Du beschlossen hattest, zu gehen. Aber es ist anders, als du Dir vormals vorgestellt hattest? Könnte Dein letzter Satz vielleicht auch so lauten:

'Wahrscheinlich, weil ich [s]mich[/s] MIR nicht traue.'

Was Du früher gewollt hattest, willst Du möglicherweise heute gar nicht mehr?

Ach, wenn es doch nur so wäre und Du Dir unsicher wärest, ob Du wirklich jetzt schon Abschied nehmen WILLST?
Du würdest viele Menschen glücklich machen, wenn Du dieses Wollen noch weit in die Zukunft verschieben könntest.

Ich wünsche Dir viel innere Ruhe, um für Dich Klarheit, Gewissheit und Zuversicht zu gewinnen, mit so wenig Schmerzen wie nur möglich.

Viele liebe Grüße, Illu

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Bescheuert, dass ich das überhaupt hier schreibe. Ich habe mir schon vor
langer Zeit geschworen, „es“ zu tun, wenn so etwas passiert.
Folgeerscheinungen der Krankheit. Eins kommt zum anderen. Wie gesagt, im
Prinzip nicht schlimm, aber ich WILL so nicht mehr leben. Warum schreibe
ich das überhaupt? Wahrscheinlich, weil ich mich nicht traue.


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