Soviel wie nötig, so wenig wie möglich

trosinette, Mittwoch, 15.02.2017, 12:06 (vor 2616 Tagen) @ Yellow++3286 Views

Guten Tag,

Die biologisch festgelegte Triebhaftigkeit lässt den Menschen immer nach
mehr Sicherheiten, Wohlstand und Errungenschaften streben.

Dieses Streben, das in dieser Ausprägung nur beim Menschen vorkommt und recht spät zum Ausbruch kam und bei einigen Zurückgebliebenen bis heute nicht aufgetreten ist, als biologisch festgelegt zu qualifizieren halte ich für höchst problematisch.

Dagegen halte ich das Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ und Abhängen und sich gegenseitig Lausen wo immer es geht, bei Mensch und Tier für deutlich biologischer.

Das macht auch schon die kulturhistorische Entwicklung des Arbeitsbegriffes deutlich. In der Antike war (Erwerbs)Arbeit was für Sklaven, im Mittelalter ein notwendiges Übel und in unserer Neuzeit die Verwirklichung des menschlichen Daseins. Aristoteles und Thomas von Aquin würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Das angeblich triebhafte Streben nach mehr Sicherheiten, Wohlstand und Errungenschaften haben wir unter anderem einem Ernst Haeckel zu verdanken, der in Darwins Evolutionstheorie reichlich unbegründet den Fortschrittsgedanken eingesponnen hat.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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