Cornerstone ist Bannon, nicht Flynn und auch nicht Pence

Blum, D, Dienstag, 14.02.2017, 16:41 (vor 2622 Tagen) @ Revoluzzer5478 Views

Flynn, das ist der, der dem DIA angehörte und aus dieser Rolle heraus auf die Syrienstrategie der USA verwies, also auf deren aktive Einmischung und Befeuerung hin zum Regime Change, 2012. Beim DIA war sein Ende auch nicht konfliktfrei verlaufen, möglicherweise ist er eher nicht so der Teamplayer. Dort also auch weniger Freunde aus früheren Zeiten.

Flynn hat sich beim CIA keine Freunde gemacht als DIA-Chef, s. o. und bei vielen anderen auch nicht. Er wurde nicht akzeptiert, seine Leute auch nicht.

Er ist seit Jahrzehnten als Demokrat registriert. Offensichtlich war er eher ein einsamer Überzeugungstäter und hat die Spielregeln nicht eingehalten, sicher nicht nur beim Telefonieren.

Schlechte Startposition von Anfang an.

Er hat über Palantir, der Thiel-Spying-Firma, Kontakte zu Trumps Anker in Kalifornien. Vielleicht wollte Thiel ihn dort haben, wo er bis vor kurzem saß.

Er wurde benannt von Trump, ging nicht durch den Prozess Senatsbestätigung und ist wahrscheinlich vom Deep State ausgegrenzt worden.

Trump will, dass es vorangeht und nicht einer im Team ist, der kaum mehr arbeiten kann, weil alle gegen ihn sind. Ohne Hausmächte geht das nicht.

Gut ist, wenn es schnell vorangeht. Und Sessions oder Tillerson sind offensichtlich wichtiger für Trump, aber vor allem Bannon, das Mastermind.

Saker übertreibt kolossal, will auch gelesen werden.

Hier ist doch einfacher Managementstil am Werk. Schnell Leute zu wechseln, wenn man sich vertan hat, ist guter Managementstil.

Natürlich können andere Aspekte mit hineinspielen: Machtkämpfe der Hähne um Trump, wer darf dem Chef am nächsten sein? Aber auch Gefallen dem Thiel zuerst einen Gefallen tun, zuerst, ohne Flynn dauerhaft wirklich brauchen zu können; und andere strategische Überlegungen, seitens eben Bannon oder Trump, wobei der sich um Details so spät wie möglich kümmern dürfte, als Unternehmer- und nicht Juristentyp.

Pence ist ein installierter Konkurrent Trumps (Achtung, siehe Kennedy), der andererseits die Hoffnungen anderer, echter Republikaner, verkörpert und Trump braucht Pence im besten Fall viel mehr, um sich den Rücken frei zu halten vor den GOP-Granden. Den eigenen Konkurrenten unter Beobachtung zu halten ist auch nicht übel. Und Michael Flynn kann ja immer noch inhaltlich beitragen, aber die Arbeit tut dann jemand mit mehr Rückhalt. Der ist Trump nicht gefährlich, wenn er frei herumläuft, ohne Amt.

Hier ist auch auf Seiten der DT-Unterstützer weniger Hochjubeln und Niederschluchzen angesagt.

BLUM

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It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)


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