Verschwörungsidee und die Frage nach der Beziehung zwischen Placebo und Impf-"Schutz"

nvf33, Montag, 06.02.2017, 11:49 (vor 2714 Tagen) @ eesti3556 Views

Hallo eesti,
vielen Dank für Deinen Hinweis auf den Prozess.
An kaum einem Punkt wird die Traurigkeit der aktuellen Verwirrung deutlicher, als wenn Gerichte über die Wissenschaft entscheiden sollen. Die Wissenschaft produziert Wenn-Sann-Relationen, aber sie legt keine vollständige Rechenschaft über die vorausgesetzten Wenns ab (siehe z.B. mein Beitrag über das Gesetz und den Kontext des freien Falls). Gerichte und viele, viele Menschen glauben aber, die akademische Wissenschaft hätte es getan, und treffen dann moralische Entscheidung auf der Basis wissenschaftlicher Moden und Schrullen.

Wie gut wäre es, wenn unsere Professorenschaft sich auch nur eine Sekunde am Tag erinnerte, dass Urteile niemals empirisch sein können!

Zum Impfthema ist bemerkenswert, dass der Test Placebo-Impfung gegen konventionelle Impfung meines Wissens noch immer aussteht, aber mehrfach klar gezeigt wurde, wie stark der Einfluss unserer seelischen Einstellungen auf unsere Gesundheit ist.

Zum Beispiel ist auch sehr klar untersucht, welche Wirkung die Erinnerung an den eigenen Tod hat (z.B: Diss. über "mortality salience" und deren Einfluss auf das Kaufverhalten))
Genauso ist auch unmißverständlich, wie schädlich beständige Ängste vor irgendwelchen Krankheiten wirken, und wie sehr man sich per Hypochondrie wirklich krank bekommt.

All das zusammengedacht, lässt erkennen, wie destruktiv z.B. Impfpanik und die neuen Zigarettenschachtel-"designs" wirken können. Ich denke, dass man daraus eine Verschwörung ersinnen könnte, für Leute mit Hang zur Hirn-Ghettoisierung.

Viele Grüße
nvf33

P.S. & @Griba: 20% Todesrate bei Masern zu behaupten wäre z.B. ein Stratagem in solch einer Verschwörung (vielen Dank Martin für die Aufklärung). Die Verschwörung weitergesponnen ginge etwa so: Erst eine harmlose Krankheit dramatisieren, dann Widerstand gegen die Dramatisierung "stagen", und dann die Leute im Widerstand mit einer veränderten Krankheit töten, und dies den Folgsamen später als "Beweis" für die Richtigkeit der Dramatisierung vorlegen. Ghetto-Hegelianismus wäre das dann...


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