Segwit als Softfork wäre Selbstmord der Miners

Zarathustra, Freitag, 03.02.2017, 22:09 (vor 2627 Tagen) @ Ötzi2293 Views
bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 03.02.2017, 22:13

Hallo Oetzi

Hallo Zara!

Hallo Oetzi!

Schön, dass du dich noch gemeldet hast, hatte mich schon gewundert - bei
dem Thema.

Ja, die 'Schlacht' geht in die entscheidende Phase.


Wenn alle Miners und Nodes bereits Bitcoin Unlimited im Einsatz

hätten,

Haben sie aber nicht, und das wussten die Entwickler auch vorher, dass es
so sein wird.

Zudem zeigt es sehr schön, dass die Software dringend dezentralisiert werden muss; das heisst, es sollten der Sicherheit des Netzwerks halber mehrere unterschiedliche Implementationen laufen, sodass kein Klumpenrisiko besteht. Und genau dies ist es, was die Core-Entwickler mit Klauen und Zähnen bekämpfen und zensurieren.

dann hätte dies überhaupt keine Auswirkungen gehabt, denn der Block

wäre

problemlos akzeptiert worden.


[...]

Du irrst, Oetzi. Die Bitcoin-Unlimited Fraktion ist die Fraktion, die

die

Blockgrösse dem Markt überlassen will, während die sogenannte Core
Fraktion die Blockgrösse durch die Entwickler im Politbüro bestimmen
lassen will.


Die Blockgröße ist immer dem Markt überlassen. Bitcoin-Unlimited bietet
dafür lediglich ein User-Interface, das die Einstellung vereinfacht.

Genau, jeder kann die maximale Blockgrösse selber festlegen. Bei der Core Implementation kann er dies nicht. Er müsste den Code selber umprogrammieren.

Ausserdem ist Bitcoin-Unlimited die Fraktion, die unter anderen

technische

Weiterentwicklungen wie 'xtreme thinblocks' und 'xpedited'

verwirklichte,

was bereits heute eine Blockgrösse von 30MB erlauben würde.


Dazu habe ich noch kein Meinung, muss mich noch einlesen. Die Lautstärke
der BU-Fraktion, und auch schon der Classic- und XT-Fraktionen zuvor,
machen mich allerdings vorweg skeptisch.
Bis heute hat die BU-Fraktion kein einziges überzeugendes Argument
technischer Art vorgebracht, dass gegen Segwit spricht.

Es gibt unendlich viele, die hervorgebracht wurden. Und zwar geht es fast ausschliesslich um die Segwit Implementierung als Softfork. Hast Du die 4 Links nicht durchgearbeitet? Ein Miner müsste schön blöd sein, wenn er diese 'poison pill' wie sie der Chefstratege von ViaBTC nennt, schlucken würde. Die BU Gemeinde ist nicht gegen eine Segwit Implementierung als Hardfork, weil damit die On-Chain Skalierung nicht verbaut wäre. Ein Entwickler hat auch bereits eine Version vorgeschlagen, die zur Abstimmung gebracht werden wird, und zwar in Konkurrenz zur Flex-Trans Lösung von Thomas Zander, die wohl mehr Chancen hat:

https://bitcoinclassic.com/devel/FlexTrans-vs-SegWit.html

Bitcoin Classic ist ja mittlerweile Bitcoin-Unlimited kompatibel.

Die Anhängerschaft schwindet rapide, da immer mehr Miners und Users
merken, mit was für totalitären, zensurierenden Idioten und

Verrätern

man es bei der Blockstream-Core Fraktion zu tun hat:


Den Eindruck habe ich überhaupt nicht. Falls du den Anstieg der
BU-Blöcke meinst, der hat nichts mit der Anhängerschaft zu tun, sondern
mit dem Verhalten weniger großer Miner.

Nein, nicht weniger grosser Miner. Im Gegenteil: Vieler kleiner Miner. Die Hälfte aller Segwit-Blocks wird von Bitfury gemint. Dies ist kein Pool, zu dem die tausenden kleinen Miner Zugang haben. Die BU Miners dagegen sind Pools, wo sich jeder beteiligen kann, und das sind Abertausende.

Im Litecoin-Reddit ist die Anhängerschaft von Segwit überwältigend.

Die sollen das ruhig machen. Dort ist die Situation auch ganz anders. Dort wird keine Full Block Strategie gefahren, um die Transaktionen künstlich von der Blockchain weg zu zwingen. So eine Idiotie wird nur von den Bitcoin-Core-Entwicklern durchzudrücken versucht.

Die Litecoin-Miner sollten aufpassen, dass sie die Community nicht zu sehr
warten lassen auf die SegWit-Aktivierung, zumal alle drei Entwickler auf
der Seite von Segwit sind.
Wenn Litecoin in einem Hardfork auf einen anderen Mining-Algorithmus
umstellt (und dabei Segwit aktiviert), dann können die ihr
Mining-Equipment im südchinesischen Meer versenken. Den Bitcoin-Minern
droht längerfristig das gleiche, wenn sie sich dauerhaft gegen die
Mehrheit der Community stellen.

Wir werden die Mehrheit sein. Blockstream/Axa und Zensur haben nichts zu suchen in einem libertären Open-Source-Projekt.

Es ist in der jetzigen Situation schade, dass es keine wirkliche
Bitcoin-Alternative gibt, die eine Voting-Funktion hat, oder wenigstens mit
GPUs gemined wird, so dass die User abstimmen können, ob sie lieber
Segwit+Lightning network wollen oder Dumb skaling.

Segwit-Lightning ist die dümmste aller Skalierungen. Die Miners werden hoffentlich kaum so blöd sein, die Transaktionen und damit deren Einkommen von der Bitcoin Blockchain weg auf ein Lightning Network zu transferieren, wo eine Handvoll Hubs (Banken) die Transaktionen kontrolliert und besteuert, während die Bitcoin-Blockchain auf eine Handvoll Transaktionen pro Sekunde verkrüppelt werden soll. Das wäre der blanke Irrsinn, bzw Selbstmord.

Grüsse, Zara


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