EZB, public purchase programme 1319,94 Mrd.€ & target2 + Frage..

Fidel, Mittwoch, 01.02.2017, 08:31 (vor 2631 Tagen)2338 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 01.02.2017, 14:01

Hallo

die public purchase Programme der EZB wachsen still und wirksam vor sich hin. Neuere Daten sind verfügbar (aktuell 1319.94 Mrd.€), nachfolgender link ist kostenfrei:
http://www.querschuesse.de/ezb-public-purchase-programme-bei-1001947-mrd-euro/

Ich möchte die Entwicklung mit den target2-Salden zusammen bringen:
http://www.querschuesse.de/deutschland-buba-target2-forderung-auf-allzeithoch/

...denn die target2-Ungleichgewichte wachsen parallel mit den Kaufprogrammen.

Gut, so weit bekannt.

Meine Überlegung ist als Frage gedacht.

Durch die Kaufprogramme hält die EZB vollstreckbare Kredittitel gegen nationale Konzerne.
Im Falle eines Marktversagens sind Aktionäre zweitrangig?

Wenn die Tage des Euro begrenzt und die target2-Forderungen nicht einbringbar sind, kann die EZB die Kreditpapiere an die nationalen Notenbanken aushändigen, um damit eine neue nationale Währung zu besichern? Ist die Repatriierung der z.B. spanischen Staatsanleihen (vgl. H.W.Sinn) durch unbegrenzte Kreditierung durch die dt. Notenbank schon Entflechtung?

Auf dem Umweg über die public purchase Programme stützt die EZB die Konjunktur, es findet eine Teilverstaatlichung durch die Hintertür statt.

Ihr dürft meine Überlegungen gerne zerpflücken, mir ist klar, dass diese purchase Papiere niemals mehr auf den Markt zurückkehren dürfen, denn das wäre das aus.

Danke für Einschätzungen
Abracos
Fidel


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