Ausbildung allein schafft keinen Wohlstand

CalBaer, Mittwoch, 25.01.2017, 19:05 (vor 2674 Tagen) @ Literaturhinweis7127 Views

angereisten Auto-Arbeiter fuhren ausländische, vor allem japanische Wagen.
Und warum? Weil diese, trotz der Importkosten, billiger und von der
Qualität her besser waren, als die einheimischen Produkte, für deren
Protektion sie demonstrieren sollten. Was wäre nun passiert, hätten sie
die Möglichkeit nicht gehabt, solche 'billigeren' Autos zu kaufen? Sie
hätten weniger Geld in ihrer Haushaltskasse gehabt, evtl. hätte der eine
oder andere oder deren Familienmitglieder sich gar kein Auto leisten
können, und wären damit am Arbeitsmarkt nicht so flexibel gewesen. Folge:

Das stimmt so nicht. Erstens werden japanische Autos auch in den USA gebaut und zweitens sind sie teurer als US-Produkte. Japanische Autos sind nur von besserer Qualitaet, daher billiger im Unterhalt.

weitere Einkommenseinbußen, noch weniger Bruttosozialprodukt. Der eine
oder andere hätte dann seine Kinder nicht aufs College schicken können,
Folge: auch deren Qualifikation und damit späteres Familieneinkommen wäre
niedriger ausgefallen, Folge: weniger Apple- und Intel-Produkte wären
gekauft worden.

Der Ausbildungsstand beeinflusst auch nicht den Konsum der gesamten Volkswirtschaft. Bei mehr hoeher Ausgebildeten findet lediglich ein verschaerfter Konkurrenzkampf um Arbeitsplaetze statt, was die Loehne wieder senkt. Ausbildung allein schafft keinen Wohlstand, es haengt primaer vom Zustand einer Wirtschaft ab. Das kann man derzeit schoen in den USA sehen, es gibt eine Schwemme an College-Absolventen, die sich mit prekaeren Jobs (Teilzeit, einfache Service-Jobs) ueber Wasser halten muss.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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