Nun freiwillig auf die Knie, Stolpersteine putzen. "Tempora mutantur" + "et nos mutamur in ipsis"

Hannes, Samstag, 21.01.2017, 21:15 (vor 2741 Tagen) @ YooBee2673 Views

Guten Abend YooBee,

hatte leider kein Latein aber kann ja nachgucken, bei Interesse:

Tempora mutantur.

Fand, komplett lautet der Satz so: "Die Zeit wird verändert und wir in der Zeit."

Die Deutschen sagen ja immer öfter selber, dass sie Nazis sind. Auch diese Magdeburg-Tatort-Filmchen stellen uns das inzwischen so dar.

Man könnte Magdeburg ja auch anders präsentieren: Bitte ansehen. Das kurze Video gibt wahrheitsgemäß wieder, wie es hier (noch) ist.

Aber das ist out. Es ist da in den Video drin nämlich nicht ein einziger Neger zu sehen.
[[sauer]]

Das war aber - sorry - wirklich so, ist nur zwei Jahre her, wir hatten kaum welche. Heute, jaa, daa ... ist das plötzlich ganz anders.

Das durfte wohl nicht so bleiben? So fast ohne Neger, wie es immer war? Darf man so was nur für "die Natur" fordern, heute? Dass sich auf gar keinen Fall etwas ändern dürfe mit der Zeit? Oder für das Klima?
[[hae]]

Zum Betreff:
„11. Januar 2017
Freiwillige für Stolpersteinreinigung gesucht
In der kommenden Woche werden wieder zahlreiche Schüler*innen und Lehrerer[sic]*innen Stolpersteine in der Stadt reinigen, die Biografien der Opfer verlesen und Blumen niederlegen. Sie werden damit über 200 Plaketten reinigen und in den Tagen des Gedenkens an die Bombardierung Magdeburgs an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.
Wie im Januar 2016 wollen wir es auch in diesem Jahr wieder schaffen, im Vorfeld der „Meile der Demokratie“ alle Stolpersteine in der Stadt zu reinigen. Dazu benötigen wir noch Freiwillige für rund 75 Verlegeorte. Schaffen wir das?
“

Zu der erwähnten „Meile der Demokratie“:
Im Radio heute Morgen: Der Bürgermeister und Honoratioren auf Landesebene würden heute reden, am Alten Markt, zur jährlichen Feier anlässlich der erneuten Zerstörung Magdeburgs 1945, alle wären aufgerufen, zu diesem Bürgerfest zu kommen. Die Reden würden sowohl über Diejenigen gehalten, welche schon länger hier wohnten, als auch über die, welche hier neu wären und die, "welche noch kommen wollten". Wie offen und bunt Magdeburg doch wäre usw. Ich erinnere mich genau. So kam es freudig über den Sender.

Ich hatte heute vormittags einen Gang zur ehem. Hauptpost zu erledigen. Da musste ich wieder mit ansehen, auf dem voll gesperrten Breiten Weg, wie diese demokratischen Buden aufgebaut wurden. Dümmlichste Parolen überall. Ich wurde zufällig Zeuge, wie ein vorbeikommender Neger umgehend von vier Mädels gleichzeitig angegangen, mit Kuchen gefüttert wurde, die dummen Gänse überschlugen sich fast vor Willkommenskultur (es wird allerlei selbst gefertigtes „für den guten Zweck“ verkauft, bitte bei Bedarf selber nachlesen: „kreativen Menschen Taschen, Täschchen und Beutel genäht. Unter dem Motto „Hass wegpacken, Anstand bewahren!“ werden für diese Taschen Spenden eingesammelt“ ).

So habe ich das heute wieder gesehen.

Man hänge sich bitte an meiner „Neger“-Geschichte nicht auf. Nicht ich, weil ich das so beschreibe, bin peinlich. Neger-Füttern ist peinlich. Und, bitte nicht fremdschämen: „Nigger“ ist etwas anderes, nämlich ein übles Schimpfwort aus einer uns fremden Sklavenhalter-Tradition.

Es sind heute im Wesentlichen wieder Schülerinnen gewesen, und dazu wieder diese typisch altjungferlich auf mich wirkenden „Verführer*innen“, eigenartig zauselig/unattraktiv/filzpulloverig anmutend.

Die bekannten „Schwul*innen“ sind auch immer dabei, mit ihrer von Münzers rebellischen Bauernkriegern geklauten Regenbogenfahne.

Alle jeweils mit eigenen Ständen, dutzende Buden, kilometerlang auf beiden Bürgersteigen der hiesigen Innenstadtmagistrale. Dazu dort hin selbstverständlich auch, wie jedes Jahr, abgeordnet: Polizei, Gewerkschaften, THW, Kirchen, Malteser usw. Man braucht ja Strom aus dem (gar nicht umweltfreundlichen) Flüsterleise-Diesel u. v. a. m., bin Zeuge.

Tut mir leid, aber das Gesehene ist DDR-Live! Ich kann nicht anders, ich empfinde das so. Wie zum Tag der Republik und am Ersten Mai. Mein spontaner Gedanke: Kamera holen, die Parolen knipsen. Denn, das glaubt dir in ein paar Jahren kein Mensch mehr. Nach reiflicher Überlegung: Ich muss auch an meine 24 Stunden denken, die ich täglich nur habe. Ist doch auch alles schon dokumentiert, will doch keiner wirklich wissen, oder?

Wie gesagt, guckt Euch das kurze Werbe-Video an. Noch ist Magdeburg nicht ganz verbuntet.

Berlin ist nun erschreckend verdreckt, aber Magdeburg noch blitzsauber. Wäre ich beispielsweise Stuttgarter (ich war öfter dort), Einer, der „schon länger da lebt“, und Einer, der sein Leben noch vor sich hat - Ich würde nach Magdeburg umziehen, Immobilien verkaufen. Und würde das, was ich in Stuttgart mit zugelassen habe, reumütig hier verhindern helfen. Aber so ist der Schwabe nicht gestrickt, keine Chance, der geht eher nach Ungarn nicht wahr? Oder wieder mal nach Siebenbürgen? <img src=" />

So sind wir Deutschen eben. Ich meine die, welche „schon länger hier wohnen“, unterstellt

H.


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