Vom Wert der Grundrechte

Monterone, Freitag, 20.01.2017, 16:36 (vor 2735 Tagen) @ Monterone2371 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 20.01.2017, 16:58

Der Kabarettist Dieudonné wurde in Belgien wegen seiner Witze zu 9.000
Euro Strafe und zwei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

http://www.liberation.fr/direct/element/dieudonne-prend-du-ferme_56308/?utm_campaign=Ec...
Dieses Urteil dürfte früher oder später als historisch betrachtet
werden.

Die César-Akademie hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass Roman Polanski Präsident der nächsten César-Verleihung am 24. Februar wird – dieser Titel ist eine Ehrung für bekannte Schauspieler und Regisseure. Polanski, der mit Filmen wie "Chinatown" und "Der Pianist" Weltruhm erlangte, wird unter anderem bei der Zeremonie die Eröffnungsrede halten.
(...)
Wegen der Vorwürfe gegen Polanski, 1977 in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben, sorgte dies rasch für Aufregung.

Für den Regisseur gab es aber auch Unterstützung. Die frühere französische Kulturministerin Aurélie Filippetti sagte, die Vorwürfe gegen Polanski lägen bereits 40 Jahre zurück. "Man kann diese Geschichte nicht immer wieder hervorholen."

http://derstandard.at/2000051241350/Cesar-Verleihung-Empoerung-ueber-Ehrung-Roman-Polan...

Auf welche Weise dieses System seine Prioritäten setzt, sollte man endlich zur Kenntnis nehmen und sich, wenn man eh schon dabei ist, gleich von dem Gedanken verabschieden, daß es so etwas wie geltende Grundrechte gibt, auf die man sich bei Bedarf berufen kann.

Die sind längst hinentrum abgeschafft worden und ein Fall für, je nachdem, Tonne oder Klorolle geworden; sofern sie je gegolten haben, woran ich inzwischen erhebliche Zweifel habe.

Meiner Meinung nach sind die demokratischen Grundrechte noch nie etwas anderes gewesen als schierer Dummenfang, um das blöde Volk zu ködern, was in meinem Fall jahrzehntelang gelungen ist.

Monterone


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