Es liegt an der Bequemlichkeit

Dieter, Mittwoch, 18.01.2017, 14:50 (vor 2715 Tagen) @ nemo2210 Views
bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 18.01.2017, 14:57

Hallo nemo,
wenn es Menschen zu komplex und zu unüberschaubar wird, dann ist seine natürliche Eigenschaft, sein Blickfeld einzuengen und sich auf das Naheliegende zu konzentrieren und seine Bedürfnisse darauf auszurichten.

Typisches Beispiel: Bewohner einer größeren Stadt, oder gar Großstadt. Man lebt z.B. nicht in Berlin, sondern in seinem Kiez, einfach weil dieser noch irgendwie überschaubar und beherrschbar/kalkulierbar ist.

Solange dieser Prozess funktioniert, ist der Einzelne bereit, bewußte Entscheidungen zu treffen, also zu denken, also seine Hirnzellen zu nutzen. In dem Moment, wo der Einzelne (sich) "aufgibt" bzw. sich hinreißen läßt, zu viele Eindrücke zu konsumieren oder dazu gezwungen wird, in dem Moment läßt er sich treiben, das Denken und der gesunde Menschenverstand wird abgeschaltet, Unterbewußtes übernimmt die Steuerung, Hirnzellen werden nicht gebraucht und Synapsen werden abgebaut - mit Intelligenzverlust.

Je überforderter und von Eindrücken überfrachteter die Menschen sind, um so weniger denken sie, was sich z.B. die Werbung – sei es für Produkte oder Politik oder Meinungsmache – in zunehmendem Maße zunutze macht, und überhaupt nicht mehr auf Argumente setzt, sondern auf unterschwellige Signale und Stimmungen.

Meines Erachtens ist es Bequemlichkeit des Menschen, der mehr Angebote zur Befriedigung von Bedürfnissen bekommt, als er selbst benötigt. Und dies führt zwangsläufig zu unbedachtem Konsum.

Man könnte m.E. unsere Bevölkerung intelligenter machen, indem man sie lehrt zur Selbstbeschränkung.

Gruß Dieter


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