Fata volentem ducunt, nolentem trahunt.

Mephistopheles, Mittwoch, 18.01.2017, 10:59 (vor 2735 Tagen) @ Zarathustra4055 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 18.01.2017, 11:30

..., wem seine Sympathien zufliegen: einem
appartheidnisch-völkisch-nationalistisch-religiösen Feudalgebilde nach
israelischem Vorbild. Einem schweizerisch-direktdemokratischen jedenfalls
ganz bestimmt nicht. Wo kämen wir hin, wenn das Volk mit relativ wenig
Aufwand Initiativen zu jedem erdenklichen Thema zur Abstimmung bringen
kann?

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=332141

Aber das selbe wie für Monterone gilt für Dich selbstverständlich
auch.
Vorbilder sind Führer-Bewegungen, nicht die Direkte Demokratie:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=426626

Das, was du @Monterone unterstellst, sagt er mit keinem Wort. Du verwexelst einen Aufklärer mit einem Propagandisten, indem du ihm unterstellst, er wäre wie du.

Bereits Polybios, einer der ersten Aufklärer, war in seiner Analyse sehr viel weiter wie du.
Nach Polybios folgt auf die Ochlokratie, in der wir derzeit leben, geschichtsnotwendig die Tyrannis, ganz unabhängig von den Meinungen Einzelner.
Man kann sich den geschichtlichen Entwicklungen entgegenstellen oder sich auf sie einlassen. Ändern an der allgemeinen Entwicklung wird das nichts, nur an dem Schicksal der Einzelnen.

Fata volentem ducunt, nolentem trahunt.

Nach Polybios folgt auf die Ochlokratie, in der wir derzeit leben, notwendigerweise die Tyrannis. Die Tyrannis ist ein Begriff aus den Stadtstaaten, etwas anderes kannte Polybios noch nicht. In großen Reichen nennt nennt der Tyrann sich Imperator.

Der Imperator ist hier in Europa eigentlich spätestens seit 1933 historisch überfällig, jedoch wurde diese geschichtliche Entwicklung durch die Piratenmacht USA vorläufig unterbunden. Das ist so, wie wenn in der römischen Republik die Piraten über Cäsar gesiegt hätten und nicht umgekehrt, wie der historische Ablauf tatsächlich gewesen ist.

Jedoch kann dieser vorläufige Sieg der Piratendemokratie das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, sondern es allenfalls für eine bestimmte Zeit anhalten. Das beginnende Ende dieses Stillstands der Geschichte erleben wir derzeit, keineswegs jedoch bereits den Sieg der Postdemokratie, wie @Lechbrucknersepp irrtümlicherweise annimmt.

Die Cäsaren werden kommen, trotz des Siegs der Piraten über den ersten neuzeitlichen Cäsar im Jahre 1945.

(Natürlich bedeuten auch die Cäsaren keine Erneuerung, sondern lediglich ein Anhalten des unausweichbaren Zerfalls der ehemaligen europäischen Kultur)


Gruß Mephistopheles


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