Keine Abschirmung ist zu 100 % dicht. Was aber ausreichende (!) Schirmung ist, bestimmt der Stand der Technik, hier: Der Russe ;-)

Hannes, Samstag, 14.01.2017, 15:47 (vor 2717 Tagen) @ DT3629 Views

Guten Tag DT,

> Spätestens seit den Tests von Nuklearwaffen in der Erdatmosphäre und
[quote]davor spätestens seit dem Sonnensturm (Carrington-Ereignis) des Jahres
1859 sind die Effekte auf Kommunikationsleitungen bekannt. Damals sind die
Morseleitungen durchgebrannt. Bei den EMP Tests im Weltall gab es
stundenlange Polarlichter auf Hawaii. Das Stichwort für den Test ist
"Starfish Prime":

https://de.wikipedia.org/wiki/Starfish_Prime
[/quote]

Na sag ich doch. Längst bekannt ("Wenn die US-Millitärs das schon lange wissen, was ich glaube"). Auch den Russen. Und die haben einfach mal in dieser Richtung herumprobiert, und dabei die eine oder andere Archillesferse bei der Ami-Technik entdeckt. Ein völlig normaler Vorgang beim Wettrüsten.

Bitte nicht den Eindruck erwecken, Militärtechnik wäre perfekt. Kann man machen: Unbesiegbare Wunderwaffen bauen. Lässt sich aber erfahrungsgemäß leider meist nicht mehr bis zur Fertigstellung "finanzieren", lehrt die Geschichte, in der Beschränkung zeigt sich der Meister <img src=" />


Deswegen gibt es MIL-Standards, und die sind das A und O beim Design von
elektrischen Leitungen in Geräten, GERADE UND INSBESONDERE bei
Flugzeugträgern, Flugzeugen, etc.

Standards, die allerdings laufend fortgeschrieben werden müssen. Wegen des bösen Russen, der unsere Kreise stört. Und dann umgesetzt, was auch nicht leicht ist (der Kongress muss Knete rausrücken, die Fachkräftefrage, das diplomatische Problem ... usw).


Wer tatsächlich glaubt, man müßte jetzt Kilometer von Kabeln auf
Flugzeugträgern austauschen, der ist noch nie auf einem gewesen. Ich

Muss man nicht angeguckt haben. Es reicht, zu wissen, dass es auf diesen Flugzeugträgern tausende eleektromotorische Antriebe gibt. Und dass drahtlose Energieübertragung leider noch nicht wirklich erfunden wurde, Tesla hin oder her. Eine Schwachstelle an einem Antennenantrieb, und die russische Energie dringt zerstörerisch in die Ami-Anlage ein.

Wer jetzt denkt, diese Hunderte oder Tausende Kilometer Kabel würden
jetzt durch Glasfaserleitungen ausgetauscht, hat von der Materie null
Ahnung. Über Kabel werden auch Leistungen im Watt- oder kW Bereich
ausgetauscht, und das ist mit Lasern nicht so einfach. Eine elektrische
Leitung für eine 60W Glühbirne - kein Problem, kostet wenige EUR. 60W
Lichtleistung - da brauchts schon eine Laserdiode für mehrere Tausend
EUR.

Nanu? Wenn Du das Licht mit Wirkungsgrad 5 % aus Elektroenergie erzeugst, mit einer "Glühbirne", Energie über LWL (also Photonen, Licht aus "Laserdiode") überträgst, warum nimmst Du dann nicht gleich das Licht aus dem Lichtwellenleiter? Lass die Glühbirne weg ...
[[zwinker]]


Wenn irgend etwas gemacht wird, dann vielleicht die Schirmung oder
Ersetzung durch Glasfaserleitungen an ganz besonders empfindlichen Stellen,
wie zB dem Radarempfänger, dort, wo also bewußt Hochfrequenz-Leistungen
aufgefangen und eingespeist werden und wo empfindliche Verstärker sitzen.

Genau so stelle ich mir das auch vor. Und da und dort LWL ersatzweise, und hier und da die Elektroenergiekabel umverlegen, in Rohre legen uvam., Gestänge nehmen statt Schrittmotor auf Deck usw.

Übrigens: das schweizerische Netz ist fast überall mit Varistoren
versehen, bis hinunter z.T. zu einzelnen Steckdosen, um es EMP-fest zu
machen. In Deutschland natürlich Fehlanzeige auf diesem Niveau. ABB hat

Kommt bei uns auch noch. Frage der Wirtschaftlichkeit.

Bin traurig.

H.


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