- Da wird mal wieder im SPON schöngeredet... - Maple_Leaf1, 15.03.2009, 01:16
Da wird mal wieder im SPON schöngeredet...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,613121,00.html
Der Artikel ist echt grottig...
Anmerkungen:
...Das Ergebnis: Laut IPG ist die Weltwirtschaftskrise mit der gegenwärtigen Situation nicht zu vergleichen. So fiel das amerikanische Bruttosozialprodukt (BSP) laut IPG zwischen 1929 und 1933 um 45,3 Prozent - eine Größenordnung, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch die finstersten Auguren nicht sehen....
Die 45,3% stimmen zwar, allerdings nur nominal. Wegen des starken Rückgangs des CPI wurden daraus real 'nur' ca. 26%. Und das verteilt auf 4 Jahre (1929 bis 1933). Das sind p.a. ca. 6%. Und in dieser Größenordnung sind wir schon.
...Deutlich ist laut IPG auch der Unterschied in der Geldpolitik. Während die Geldmenge beispielsweise in den USA vor 80 Jahren aus Angst vor einer überbordenden Inflation nahezu halbiert wurde, fluten die Notenbanken heute die Märkte geradezu mit Liquidität. Das Zinsniveau der US-amerikanischen Fed etwa befindet sich bereits seit Wochen nahe null. Und die EZB senkte ihren Leitzins erst vor Kurzem auf das Rekordtief von 1,5 Prozent - Tendenz: weiter fallend...
Erstens mal wurde die Geldmenge nicht aktiv halbiert, sondern das hing u.a. damit zusammen, dass Gold aus den USA abfloss und es eine Golddeckung gab. Desweiteren kommt es drauf an, welche Zahl man hernimmt. TOTAL CURRENCY OUTSIDE THE TREASURY beispielsweise ist zwischen 1929 und 1932 um fast 50% angestiegen. Und natürlich sind damals auch die kurzen Zinsen stark gefallen. Von 5,85 auf knapp über 0%, ebenso wie heute.
...Allein der Rückgang des Ölpreises seit seinen Höchstständen von mehr als 140 Dollar je Barrel entlastet die Menschen und Unternehmen weltweit pro Jahr um insgesamt 2,8 Billionen Dollar...
Dafür belastete dies die Ölproduzenten, die nun weniger Geld ausgeben können und teilweise auch schon am Rand der Pleite stehen. Das ist also eine Milchmädchenrechnung.
...Hinzu kommt: Auch die milliardenschweren Konjunkturprogramme, mit denen die Politik versucht, sich an der Krisenbewältigung zu beteiligen, finden in der Historie kaum eine Entsprechung. Zusammen mit den wieder niedrigen Rohstoffpreisen entlasten sie die Verbraucher, so die IPG. Der private Konsum bleibe daher bislang noch relativ stabil...
Auch in den 1920er Jahren bis Anfang der 1930er ist der Ölpreis gefallen. Zwischen 1929 und 1932/33 von 12 auf ca. 7$. Das ist auch fast eine Halbierung. Ebenso ist das allgemeine Preisniveau stark gefallen. Und haben die Leute mehr gekauft? Nein. Was hat der niedrige Ölpreis genutzt? Gar nix.
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