- Experten diskutieren über Entsolidarisierung durch Eliten - "Nur so könne das System gerettet werden" - azur, 10.03.2010, 14:05
- Experte? - dieter, 10.03.2010, 20:48
- Text nicht von mir - Habe so etwas in der großen Tagespresse selten gelesen- Einzelmeinung? - azur, 11.03.2010, 00:28
- "kontrollierter Absturz" - dieter, 11.03.2010, 01:12
- Text nicht von mir - Habe so etwas in der großen Tagespresse selten gelesen- Einzelmeinung? - azur, 11.03.2010, 00:28
- Experte? - dieter, 10.03.2010, 20:48
Experten diskutieren über Entsolidarisierung durch Eliten - "Nur so könne das System gerettet werden"
Hi all,
die Gefahr der Radikalisierung der Gesellschaft diskutiert:
"Hang zum Rechtspopulismus
Experten diskutieren über Entsolidarisierung durch Eliten
In der Gesellschaft lässt sich eine deutliche Tendenz zur Entsolidarisierung gegenüber Schwächeren beobachten. Dies ist das Ergebnis des im Dezember 2009 erschienenen Bandes der Studie "Deutsche Zustände" des Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer. Dieser Trend wird durch die Finanzkrise und die darauf folgende Wirtschaftskrise noch verstärkt. Trotz hoher Unzufriedenheit und dem Wunsch nach Veränderung bleibt laut Studie die politische Beteiligung der Bürger jedoch aus.
Schlimmer noch - der Wut über die Krise werde durch Abwertung von Minderheiten Luft gemacht.
Wie aber reagieren Politik und Zivilgesellschaft auf diese Bedrohung eines Rechtsrucks der Gesellschaft? Was wird getan, um die demokratische Kultur nicht kampflos aufzugeben?..."
Durch Populismus eben. Solange es nichts kostet... D.h. nicht an die eigenen Pfründe geht.
"Der Journalist und Autor Albrecht von Lucke machte deutlich, dass der Rechtspopulismus längst auch in den Debatten der gesellschaftlichen und politischen Elite Einzug gehalten habe. Nach Thilo Sarrazin und dem Philosophen Peter Sloterdijk sei Guido Westerwelle mit seinen abwertenden Äußerungen über Hartz-IV-Empfängern das aktuellste Beispiel für einen "Elite-Rassismus", den man in der Gesellschaft immer häufiger finde. Kein Politiker würde sich wirklich von solchen Aussagen distanzieren. Die Öffentlichkeit kritisiere meist lediglich den Ton - über die Sachlage scheinen sich jedoch alle einig zu sein."
Der Inhalt ist also unstrittig?
"Auch Wilhelm Heitmeyer bezeichnete diese Entwicklung als gefährlich. Dass die politischen Eliten soziale Ungleichheit als Ungleichwertigkeit ansähen, verschlimmere die Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen wie der Langzeitarbeitslosen, sagte er. In Deutschland wäre durchaus rechtspopulistisches Potenzial vorhanden - es habe bisher lediglich an Politikern gefehlt, die das aktiv aufgreifen und verbreiten, warnte er."
Es fehlt nur ein Ver-Führer.
"Die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Grüne) gab zu bedenken, dass der Staat von vielen als Unrechtsstaat wahrgenommen werde: "Rechtspopulisten wie die autonomen Nationalisten nutzen genau solche Gefühle für ihre Zwecke". Die Politiker müssten die Probleme der Bevölkerung ernst nehmen, um der immer größer werdenden Demokratieskepsis entgegenzuwirken. Nur so könne das System gerettet werden."
von Sarah TESCHLADE - Hervorhebungen nachträglich
Nur so könne das System gerettet werden...
Noch lassen sich die Leute gegeneinander aufhetzen. Und im Hintergrund läuft für Boni-Banker (wieviel gab es mittlerweile zur Rettung der Institute?), Beamte und Politiker alles wie gehabt?
Nur so könne das System gerettet werden...
Vielmals freundlich grüssend
azur
Dazu passend:
KOLUMNE - Kommentarseite Berliner Zeitung:
"Irre Zeiten mit dem Euro
Von Steve Kettmann, freier Autor in Berlin
Die klare Mehrheit der Deutschen hält nicht viel davon, Griechenland zu helfen. Auch ohne einen Haufen Staatsanleihen zu bezahlen, die irgendwann womöglich verfallen, haben sie genug Sorgen mit der eigenen Wirtschaft. Ich denke, die Befürchtungen sind berechtigt. Und ich weiß nicht, was so schlimm daran wäre, Griechenland höflich aus der Euro-Zone hinauszubefördern..."
"Das meiste von dem, was Banker sagen, verwirrt mich. Ich glaube, wir werden regelmäßig belogen..."
"Im Dezember 2001 war ich in Berlin, um für Wired.com über all den Humbug zu berichten, den Leute von sich gaben: Wie schrecklich es werden würde, wenn der Euro zu Beginn des kommenden Jahres eingeführt würde. Wie lautete wohl die Überschrift? "Gefälschte Euros, holt Eure gefälschten Euros."
Im Jahr darauf, ich saß gerade in der New Yorker U-Bahn, entdeckte ich im Wall Street Journal eine verrückte Schlagzeile über einem Text, in dem behauptet wurde, den Euro würde man wahrscheinlich aufgeben. Ich habe meinem Sitznachbarn die Zeitung abgeschwatzt, aber der Artikel war nichts als lachhafter Unsinn."
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ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)
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