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- Beinflussung der deutschen Medien über deutschen Geheimdienst* - adept, 10.09.2009, 09:40
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- dreistufige Kontrolle - Talleyrand, 10.09.2009, 13:23
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- Beinflussung der deutschen Medien über deutschen Geheimdienst* - adept, 10.09.2009, 09:40
offtopic: Die Linke wehrt sich ..
.. und muß dabei doch glatt auf die Vermutung „dunkler Verbindungen“ zurückgreifen.
Hintergrund ist ein wiederholt falsches Zitieren, das von deren Vertretern als Rufschädigung bewertet wird und nun will man juristisch dagegen vorgehen.
Das wirklich interessante Detail steht aber hier:
Er gemeint ist der SPIEGEL-Parlamentskorrespondent Markus Deggerich kennt meine Auffassung, daß der Spiegel zum Bundesnachrichtendienst (BND) ein ähnliches Verhältnis hat wie die Sinn-Fein-Partei in Irland zur IRA. Der Friedensforscher Erich Schmidt-Eenboom hat in seinem Buch »Geheimdienst, Politik und Medien: Meinungsmache Undercover« detailliert dargestellt, wie der BND seit den 50er Jahren die gesamte linksliberale Presse in Deutschland versucht hat, sich geschmeidig zu machen: Spiegel, Focus, Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung usw. Der Geheimdienst hat besonders in den Medien, die eine progressive Massenleserschaft haben, seine Trojaner eingesetzt mit dem Ziel, zu desorientieren und antikommunistisch zu spalten. Das bestätigt auch Frances Stonor Saunders in dem Buch »Wer die Zeche zahlt«. Es gibt in den meisten früher linken Medien mittlerweile keinen Journalisten mehr, der wie Eckart Spoo bei der Frankfurter Rundschau ein offenes Ohr für Gewerkschafter, Politiker der Linken oder Vertreter antimilitaristischer Initiativen hat. Die anderen wurden mittlerweile alle herausgesäubert.
..
Wahrscheinlich sind es etwa 800 BND-Agenten, die in den Medien zur Bekämpfung linker Strömungen angesetzt sind. Hinzu kommt, daß nahezu jeder Redakteur schon beim Einstellungsgespräch eines Verlagskonzerns weiß, daß von ihm ein bestimmtes Maß an Militarismus und Neoliberalismus erwartet wird.
Was es alles gibt? ![[[freude]]](img/smilies/freude.gif)
Man muß sich dann schon nach dem Futterkorb strecken – und der hängt im Arbeitgeber-Mainstream. Es gibt nicht allzu viele Arbeitsplätze für politische Redakteure. Weder die Kriege der letzten Zeit noch die jetzige Wirtschaftskrise wären ohne diese Schreibtischtäter möglich gewesen.
..
Ich werde mitunter als schräges Fabeltier angesehen, weil ich immer gesagt habe, daß ein Teil der Medien »Schild und Schwert« des großen Kapitals sind. So muß man auch mit ihnen umgehen – wenn sie uns feindselig behandeln, braucht man ihnen nicht auch noch in den Arsch zu kriechen.
Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/09-09/033.php
mfG
nereus
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