vernunft

05.03.2009, 12:11 (editiert von vernunft, 05.03.2009, 12:17) |
Der Plan : Off-shore Zentren werden stärker geschützt — Oasen dagegen werden gnadenlos ausgetrocknet (mTuBuL) |
...all diese hübschen Steueroasen, oho, sogar inkl. "das Heilige Land", wusste ich gar nicht, dass die sich auch in den Oasen herumlümmeln... 
(Bild entfernt, da es zuviel Platz einnimmit, bitte selber öffnen):
Bild
Noch interessanter und aufhellender sind die folgenden Informationen - es wird neuerdings geschickt unterschieden zwischen Steueroasen (die es auszutrocknen gilt) und den sprudelnden Off-shore Zentren (die u. a. in der Karibik anzutreffen sind.
Zitat:
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Die Tatsache, dass die US-Administration über den auf amerikanischem Boden stehenden Server der Firma Swift über die Gesamtheit der Informationen verfügt, die mit internationalen finanziellen Transaktionen zusammenhängen, erlaubt die Vermutung, dass sie einen Grossteil der von der UBS verlangten Angaben über 52 000 Betrüger des amerikanischen Fiskus bereits besitzt. Erinnern wir uns ebenfalls daran, dass die US-Behörden dank Remotegate** über einen Spezialzugang zur Überwachung des Informationsaustausches zwischen Banken innerhalb der Schweiz verfügen.
Das von der Bank benutzte Verschlüsselungssystem könnte den Ermittlungen der NSA (National Security Agency), der in diesem Bereich spezialisierten amerikanischen Spionageagentur, nicht widerstehen.
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Das Wesentliche für die amerikanischen Behörden bei ihren letzten Forderungen ist auch, sich die Informationen unter Verletzung der schweizerischen juristischen Verfahren zu verschaffen. Damit soll der Staat gezwungen werden, seine Hoheitsrechte zugunsten der US-Behörden aufzugeben.
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Diese neue amerikanische Machtausübung ist Teil einer Reorganisation des internationalen Finanzsystems, das – durch die Bekämpfung des Steuerbetrugs – unterscheidet zwischen «Steueroasen», zu denen die Schweiz gehören soll, und «Offshore»-Zentren, wie zum Beispiel die Finanzplätze in der Karibik. Vollständig kontrolliert durch die US-Behörden, könnten letztere alle ihre Aktivitäten weiterführen, zum Nachteil ihren negativ benannten Konkurrenten.
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Quelle:
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr9-vom-432009/usa-verfuegen-ueber-elektronischen-zugang-zum-innerschweizerischen-bankenverkehr/
...also alles nichts weiter als eine Abrechung ähnlich wie unter Mafia-Familien?
fragt
vernunft --- initiative vernunft
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Hopi
05.03.2009, 12:58
@ vernunft
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Einige Fragen an die Vernunft. |
Hallo Vernunft,
danke für die sehr interessante Übersicht, die einige Fragen aufwirft.
> (Bild entfernt, da es zuviel Platz einnimmit, bitte selber öffnen):
> Bild
Interessant bei der Zusammenstellung ist, daß sich bis auf wenige Ausnahmen fast alle Steueroasen am Meer befinden, d.h. in Häfen oder auf Inseln.
Frage a.) Warum gerade am Meer, bzw. " offshore " ?
Frage b.) Kann es sein, daß das etwas mit dem " Maritime Admiralty Law " zu tun hat, welches angeblich auf die Phönizier zurückgehen soll?
- dazu Jordan Maxwell: " Maritime Admiralty Law " - http://www.youtube.com/watch?v=aZqb0TW15EE
Frage c.) Ist es ein Zufall, daß die Superreichen dieser Welt bevorzugt auf schwere Mega-Yachten setzen? Die Familie Bechtel z.B. besitzt eine der größten Yachten und steuert von dort aus ihr Imperium. Auch bei Kvaerner ( norwegischer Großkonzern ) gab es Überlegungen die Firmenzentrale = HDQ ( Headquarter ) komplett vom Land abzuziehen und auf ein Superschiff zu verlagern.
Frage d.) Wie verhält es sich steuertechnisch wenn ich meine Firmenzentrale ( = eine physisch starre Firmenanschrift liegt dann nicht mehr vor ) auf ein Schiff verlege und mich außerhalb definierter Seemeilen-Hoheitsgebiete bewege?
Herzlichst,
H pi |
Zerberus
05.03.2009, 13:15
@ Hopi
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Beschränkte Steuerpflicht |
>
> Frage d.) Wie verhält es sich steuertechnisch wenn ich meine
> Firmenzentrale ( = eine physisch starre Firmenanschrift liegt dann nicht
> mehr vor ) auf ein Schiff verlege und mich außerhalb definierter
> Seemeilen-Hoheitsgebiete bewege?
>
> Herzlichst,
> H pi
Steuersubjekte, die weder ihren Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, sind mit ihren inländischen Einkünften beschränkt steuerpflichtig. Meistens ist die Steuer mit der Quellensteuer (z.B. auf Kapitalerträge) abgegolten.
Siehe § 49 EStG |
Diogenes2000
05.03.2009, 13:30
@ Hopi
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Im Zweifelsfall "entscheidet" wohl die Flagge... |
>
> Frage d.) Wie verhält es sich steuertechnisch wenn ich meine
> Firmenzentrale ( = eine physisch starre Firmenanschrift liegt dann nicht
> mehr vor ) auf ein Schiff verlege und mich außerhalb definierter
> Seemeilen-Hoheitsgebiete bewege?
>
> Herzlichst,
> H pi
Meines Wissens muss jedes Schiff einen Heimathafen und ein Flagge vorweisen...
Damit sind sie quasi "bewegliche Hoheitsgebiete"...
Nehme mal an, dass dann im Land der Flagge Steuern bezahlt werden (sollen)...
Also achte man auf die Flagge!
Gruß |
Diogenes2000
05.03.2009, 13:34
@ vernunft
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Diese Überlegungen kommen wohl der Wahrheit sehr nahe... |
>
> ...also alles nichts weiter als eine Abrechung ähnlich wie unter
> Mafia-Familien?
>
> fragt
> vernunft
Das ist wohl die richtige "Richtung"!![[[zwinker]]](img/smilies/zwinker.gif)
In feudalen Zeiten gab es Raubritter und Piraten...
in "demokratischen" das von Dir genannte...
Die Unterschiede sind sicher nicht sehr groß!
PURA VIDA! |