Gaby

Südosteuropa, 22.05.2009, 10:28 |
Sozialkassen legten trotz Finanzkrise rund 750 Mio Euro bei HRE an |
na, das nenne ich doch mal einen staatlich verordneten Bailout der Sonderklasse:
"Obwohl der Immobilienfinanzierer in der Finanzkrise zeitweilig von der Pleite bedroht war, haben deutsche Sozialversicherungen immer noch rund 750 Millionen Euro bei der Hypo Real Estate (HRE) angelegt – zu einem geringen Teil sogar in einer ungedeckten Inhaberschuldverschreibung.
Krankenversicherungen haben bei der HRE 411 Millionen Euro angelegt und die Unfallversicherung 106 Millionen Euro. Das berichtet die „Bild“-Zeitung in einem Bericht unter Berufung auf Angaben des Bundesfinanzministerium.
Zum größten Teil wurden die Gelder der Beitragszahler in Schuldscheindarlehen oder Termingeldern angelegt, zu einem geringen Teil auch in Pfandbriefen oder in einem Fall sogar in einer ungedeckten Inhaberschuldverschreibung.
Die Bundesagentur für Arbeit hat dem Bericht zufolge 230 Millionen Euro ihres Versorgungsfonds für ihre Beamten in Form von gedeckten Schuldverschreibungen beim HRE-Konzern angelegt."
Hier geht's weiter
Gruß
Gaby --- Eine ständig wiederholte Lüge wird keine Wahrheit. Aber eine Tatsache. |
QuerDenker
22.05.2009, 13:05
@ Gaby
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Parallelen |
Hallo Gaby,
es ist schon interessant was es so für Schildbürger auf der Welt gibt?
Erinnert mich auch irgendwie an die KfW und die ca. 350 Mio an Lehman 
QuerDenker |
MariaBitterlich
22.05.2009, 16:38
@ Gaby
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HRE-IHS waren perfektes Free Lunch. |
Hi Gaby,
der Artikel wurde m.E. von jemandem geschrieben, der IHS bzw. Nachränge nicht im geringsten verstanden hat. Eine Investition in HRE-Anleihen war eines der wenigen Free Lunch mit Ansage, z.B. auch hier im Forum.
Vielleicht haben die Sozialkassen ja mitgelesen oder anderweitig ihre Hausaufgaben gemacht 
Viele Grüße
Maria |
mabraton
22.05.2009, 16:52
@ MariaBitterlich
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Staatsbankrott mit Ansage? |
Hallo Frau Bitterlich!
Das wäre dann sozusagen der Beleg dass man mit einem Staatsbankrott rechnet, richtig?
mit neugierigen Grüssen,
mabraton |
MariaBitterlich
22.05.2009, 17:21
@ mabraton
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M.E. nach gibt es hier keinen Zusammenhang zu einem antizipierten Staatsbankrott. (oT) |
| [ kein Text ] |
vernunft

22.05.2009, 17:53
@ Gaby
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Trotz ist meistens in Wahrheit Wegen... |
Hallo Gaby,
Dein Titel müsste korrekt lauten:
Sozialkassen legten WEGEN Finanzkrise rund 750 Mio Euro bei HRE an.
Warum das so ist, das erkläre ich weiter unten MariaBitterlich.
Schöner Gruss
vernunft --- initiative vernunft
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vernunft

22.05.2009, 18:06 (editiert von vernunft, 22.05.2009, 18:07)
@ MariaBitterlich
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Solche Parasiten zerstören jeden Wirt. |
Hallo MariaBitterlich,
...aber es gibt einen antizipierten Zusammenhang zur geplanten Plünderung der Sozialwerke des Mittelstands. Das ist ausgemachte Sache!
Wers nicht glaubt, kann sich hier einlesen:
18. Mai 2009
Tages-Anzeiger - Schleichende Enteignung durch Pensionskassen
... Je risikofreudiger eine Pensionskasse das Vermögen der Versicherten angelegt hat, desto mehr hat sie verloren. Kassen, die in Hedge-Funds und andere spekulative Anlageformen investiert haben, haben nicht nur reparierbare Buchverluste, sondern auch unwiederbringliche Verluste erlitten. Vor dem Crash hatten die Pensionskassen bereits 40 Milliarden Franken in Hedge-Funds investiert. Bei diesen sowie bei weiteren Dollaranlagen und bei geschlossenen Kapitalschutzfonds resultieren sicher 10 bis 20 Milliarden an realen Verlusten. Das ist nichts anderes als eine Enteignung der Versicherten. ... Ich habe erlebt, wie «Experten» mit fachsprachlichem Imponiergehabe auf die Miliz-Verwaltungsmitglieder der Pensionskassen einwirken und wie sie jetzt mithelfen, um das Problem kleinzureden. Niemand haftet für diese Fehlleistungen in der Anlagepolitik. ... Bei Pensionskassen-Anlagen sind drei Besonderheiten zu beachten: Erstens handelt es sich um zwangsersparte Gelder, bei deren Anlagen die Beitragszahler nicht auswählen können. Zweitens sind die Leitungsgremien der Pensionskassen im Milizsystem und paritätisch zusammengesetzt und deshalb abhängig von Experten, Beratern, Anlagemanagern, die selber viel verdienen, aber keine Haftung übernehmen. Drittens sind Pensionskassen-Anlagen immer langfristige Kapitalanlagen mit durchschnittlicher Laufzeit von 20 Jahren. Deshalb gehören spekulative Anlageformen, Hedge-Funds und Finanzmarktprodukte mit einer Terminkomponente verboten. ...
http://www.tagesanzeiger.ch/meinungen/dossier/kolumnen--kommentare/Schleichende-Enteignung-durch-Pensionskassen/story/25623705
Soweit die Zustände in der Schweiz.
Die Problematik der Plünderung zwangsangesparter Gelder wurde bereits vor der Einführung der 2. Säule des langen und breiten diskutiert und sogar ein Buch dazu veröffentlicht:
![[image]](http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/ciu/a5/b1/7034c27a02a05b0c9f9c7110.L._AA240_.jpg)
Das 200-Milliarden-Geschäft. Pensionskassen in der Schweiz - Eine Einführung für Versicherte und Stiftungsräte (Broschiert)
von Rudolf Rechsteiner (Autor)
http://www.amazon.de/Das-200-Milliarden-Gesch%C3%A4ft-Pensionskassen-Schweiz-Stiftungsr%C3%A4te/dp/3293000746
In allen Bereichen wo Menschen (= "Staatsbürger") zwangs-geschröpft werden, stehen dem Missbrauch Tür und Tor offen.
So geht es zu und her z. B. in den Bereichen:
- Berufliche Vorsorge (s. oben)
- Krankenkassenprämien (die "Versicherung" wurde ebenfalls zum Obligatorium erklärt)
- Steuern (= Geld-Transfer in nicht kontrollierbare "Projekte")
- usw.
Bei all diesen "Versicherungen" ist nur eines sicher:
Der Transfer von der Mitte (die unten wurden bereits geplündert) nach Oben.
Es mag hart klingen, für die "Versicherten" ist es bittere Realität geworden.
Solche Parasiten zerstören jeden Wirt. Der Wirt ist das Substrat. Das Substrat ist die Masse im Volk. --- initiative vernunft
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